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Minen vor der Kieler Förde gefährden Schifffahrt

vom

shz.de von
erstellt am 04.Mai.2013 | 03:59 Uhr

kiel | 1,6 Millionen Tonnen konventionelle und 5000 Tonnen chemische Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg lagern vor den deutschen Küsten - und die Probleme damit werden immer akuter. Am östlichen Ausgang der Kieler Förde hat neueste Sonartechnik der Marine jetzt mitten in der Seeschifffahrtsstraße zwölf britische Grundminen mit Zünder identifiziert. Ab Montag will der Kampfmittelräumdienst des Landes ihnen zu Leibe rücken.

Mit einem neuen Verfahren möchten die Experten zwar versuchen, Sprengungen weitgehend zu vermeiden - ausschließen können sie diese aber nicht. Das bringt den Naturschutzbund (Nabu) auf die Barrikaden. Er befürchtet Schäden für Schweinswale, Jungfische und Fischlaich und fordert, die Aktion zu stoppen. Angesichts der gewaltigen weiteren Bestände von Altmunition ruft der Nabu die Behörden auf, mit Umweltschützern gemeinsam eine umfassende Lösungsstrategie zu erarbeiten. Der Kampfmittelräumdienst sieht bei diesem millionenschweren Unterfangen die Politik in der Pflicht.

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