Stafstedt : Millimeterarbeit für einen Baumriesen

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Augenmaß gefordert: Der Stamm der 13-Meter-Tanne musste in die enge Bodenhülse bugsiert und anderthalb Meter tief versenkt werden, damit der Baum auch etwaigen Windböen standhält.  Fotos: H.-J. Kühl
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Augenmaß gefordert: Der Stamm der 13-Meter-Tanne musste in die enge Bodenhülse bugsiert und anderthalb Meter tief versenkt werden, damit der Baum auch etwaigen Windböen standhält. Fotos: H.-J. Kühl

13 Meter hoch und 1,2 Tonnen schwer ist die Weihnachtstanne, die der Brillen-Unternehmer Günther Fielmann seiner Heimatgemeinde Stafstedt in diesem Jahr spendete. Am Freitag wurde der Baum aufgestellt.

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23. November 2018, 11:12 Uhr

13 Meter hoch, 30 Jahre alt und 1,2 Tonnen schwer ist die Nordmanntanne, die in Stafstedt für jede Menge vorweihnachtliche Stimmung sorgen soll. Zum 14. Mal hat Günther Fielmann seinem Geburtsort eine Weihnachtstanne gestiftet. Am Sonnabend  wollen die Feuerwehrleute das Prachtexemplar mit Lichterketten schmücken, und am kommenden Sonnabend wird die Illuminierung der Fielmann-Tanne groß gefeiert.

Wenn der Fielmann-Weihnachtsbaum in Stafstedt angeliefert wird, arbeitet seit 14 Jahren ein eingespieltes Team Hand in Hand. Baumschulen-Chef Jochen Oehlert hat den Baum ausgesucht, die Firma Trede Walddienst übernimmt den Transport, und beim Aufstellen packen die Stafstedter Gemeindearbeiter Heinrich Thams und Dirk Pernot tatkräftig mit an. Nur einen Neuling gab es am Freitag beim Teamwork am Feuerwehrgerätehaus: Für Kranführer Jan Koppe war es der erste Weihnachtsbaum, den er mit seinem Lastenheber millimetergenau in die Bodenhülse bugsierte. „Dass wir große Bäume, die weg sollen, mit dem Kran herunternehmen, machen wir öfter“, sagte Koppe, „aber was das Aufstellen angeht, ist das mein erster Weihnachtsbaum.“ Die Hauptschwierigkeit sei gewesen, die Riesentanne „so mittig in der Flucht zu halten, dass sie nicht ausschlägt und womöglich andere Gebäude beschädigt.“

Genau das habe „sehr gut geklappt“, freute sich der Kranführer nach seiner Weihnachtsbaum-Premiere. „Das ist ein Spitzenbaum!“, lobte Heinrich Thams mit seiner langjährigen Erfahrung die Nordmanntanne, die Jochen Oehlert dieses Mal in Horst ausfindig gemacht hat. „Das ist ein besonders schön gewachsener Baum, der auch genau die erforderliche Höhe und Breite hat“, befand Oehlert, der in Fielmanns Wohnort Lütjensee eine Baumschule betreibt. Beim Aufstellen der Weihnachtstanne achtete Oehlert darauf, dass vom unteren Stammteil noch weitere Äste entfernt wurden, damit der Baum anderthalb Meter tief in der Bodenhülse versenkt werden konnte. Nijaz Hadzic machte sich mit seiner Motorsäge am Stammende zu schaffen – und nun ist der Baum „so stabil, dass er auch etwaigen Windböen standhält“, wie Martina Fryba von der Fielmann AG anmerkte.

„Herr Fielmann fühlt sich seinem Geburtsort Stafstedt sehr verbunden, und es ist ihm sehr wichtig, mit dieser Aktion weiterhin Kontakt zu seiner Heimatgemeinde zu halten“, erklärte Martina Fryba. Dieser Verbundenheit haben die Stafstedter schon einige Großspenden zu verdanken: Das Feuerwehrhaus, neben dem die Tanne aufgestellt wurde, hat Fielmann der Gemeinde 2005 gestiftet – und auch das Fahrzeug, das im Gerätehaus steht, ist ein Geschenk des Brillen-Unternehmers. Am vergangenen Montag hat Fielmann einen Weihnachtsbaum für den Südermarkt in Flensburg gestiftet, am Mittwoch in Plön – und am kommenden Dienstag wird eine Fielmann-Tanne in Hamburg-Volksdorf aufgestellt. „Wenn Stafstedt in einer Reihe mit diesen Städten genannt wird, ist das doch eine schöne Sache“, meinte Martina Fryba.

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