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Interview mit der Kreis-Tierärztin : Milben sind schwer zu behandeln und fordern großen Einsatz

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

von
erstellt am 06.Feb.2015 | 12:25 Uhr

Frau Dr. Hein, haben Sie Kenntnis über weitere Ausfälle duch die Varroamilbe im Kreis Rendsburg-Eckernförde?

Da diese Erkrankung nicht anzeigepflichtig ist, liegen keine genauen Zahlen vor. Aber bekannt ist uns schon, dass viele Imker dieses Problem haben. Es ist ein Hauptbefund bei Erkrankungen in Bienenvölkern. Der Ausfall in einigen Betrieben geht hin bis zu 100 Prozent in den Beständen. Wenn zu dem Milbenbefall noch ungünstige Witterung kommt, wie es im vergangenen Jahr der Fall war, haben es die Imker schwer, das Problem in den Griff zu bekommen. Die Ausfälle könnten noch größer werden, da der Winter noch nicht vorbei ist.

 

Was kann ein Imker tun, damit die Ausfälle nicht so groß werden?

Diese Milben sind sehr schwer zu behandeln und der Befall ist sowohl management- als auch witterungsanfällig. Viele Imker wissen jedoch, dass im Winter grundsätzlich mit Ausfällen gerechnet werden muss und bereiten sich darauf vor. Sie bilden zum Beispiel schon im Sommer Ableger aus ihren Stammvölkern, die dann in der nächsten Saison zum Einsatz kommen. Man kann den eigenen Bestand also wieder aufbauen, aber einige betroffene Imker werden um Zukäufe nicht herumkommen. Äußerst wichtig ist es, dafür zu sorgen, dass die Bienen in sehr gutem Zustand in den Winter gehen, sie also gut gefüttert werden. Das ganze Jahr über muss ein befallener Bestand allerdings auch behandelt werden, zum Beispiel mit Ameisensäure.

 

Wie sieht es derzeit mit der Faulbrut aus, die vor einigen Jahren ein großes Problem im gesamten Kreisgebiet war?

Damit haben wir im Moment nur wenig Probleme. Im vorigen Jahr musste zum Beispiel kein einziger Sperrbezirk in Rendsburg-Eckernförde ausgewiesen werden.

 

 

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