Reiten : Michael Aabo feiert Doppelsieg

Schnell und fehlerfrei über die Hindernisse: Michael Aabo und Graf’s Stakkato waren im S-Springen nicht zu schlagen.
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Schnell und fehlerfrei über die Hindernisse: Michael Aabo und Graf’s Stakkato waren im S-Springen nicht zu schlagen.

Michael Aabo hat das S*-Springen mit Stechen bei der Nord-Ost-Pferd gewonnen. Der 41-jährige Däne setzte sich auf Graf’Stakkato vor Dirk Ahlman auf Casella durch. Bereits am Vortag hatten Aabo und Graf’S Stakkato ein S-Springen gewonnen.

shz.de von
10. Juni 2014, 06:00 Uhr

Drei Tage lang verwandelte sich das Norla-Messegelände in Rendsburg in eine Hochburg für Reitsportbegeisterte. Für 43 Prüfungen lagen 2400 Nennungen vor. Der erste Vorsitzende des gastgebenden Vereins RG Linnhof, Hans-Georg Volquardts, zeigte sich sichtlich zufrieden: „Wir hatten gutes Wetter, keine nennenswerten Unfälle, eine hohe Startbeteiligung und Prüfungen von der Basis bis zum Profibereich. Durch eine tolle Teamleistung ist es auch in diesem Jahr gelungen, diese Veranstaltung durchzuführen und ich hoffe, dass die Sponsoren uns auch im nächsten Jahr unterstützen.“

Aus organisatorischer Sicht war man voll zufrieden, doch auch aus sportlicher Sicht gab es allen Grund dazu – vor allem für einen: Michael Aabo aus Ostenfeld. Der 41-jährige Däne triumphierte in beiden S-Springen und fuhr einen Doppelsieg mit dem neunjährigen Hengst Graf’s Stakkato ein. Bereits am Sonnabend setzte sich der Reiter der dänischen Equipe gegen 44 Konkurrenten im Sattel von dem gekörten Hannoveraner Hengst durch und siegte vor Peter Jakob Thomsen und Christian Thiesen.

Für den Höhepunkt der Nord-Ost-Pferd, der Springprüfung der Klasse S* mit Stechen, gingen 46 Teilnehmer an den Start. Im 490 Meter langen Kurs von Parcourschef Kurt Brandt galt es, zehn Hindernisse mit 13 Sprüngen bis zu einer Höhe von 1,44 Meter fehlerfrei zu überwinden. Bereits der ersten Starterin Alessa Hennings gelang auf Cerano eine souveräne Nullrunde. Die folgenden Teilnehmer mussten allerdings erkennen, dass dies gar nicht so einfach ist, denn sie kassierten jeweils Abwürfe. Zehn Reiter konnten den Kurs fehlerfrei überwinden, unter ihnen auch Dirk Ahlmann sowie Michael Aabo, die beide mit ihrem ersten Pferd einen Abwurf hinnehmen mussten, aber beim zweiten Start Null ritten.

Sechs Sprünge mit einer Kombination trennten Ross und Reiter dann noch vom Sieg. Alessa Hennings ging als Erste in das Stechen, doch am letzten Hindernis fiel die Stange. Philipp Loven im Sattel von Ulonka erging es besser und die Uhr stoppte bei einer Zeit von 36,62 Sekunden. Doch es ging noch schneller. Der Drittletzte im Stechen, Dirk Ahlmann, zeigte schon auf der ersten Linie, dass er schnell reiten wird. Nicht mehr wie zuvor auf sechs Galoppsprüngen, diesmal auf fünf, wurde die erste Linie geritten und auch die Wendung nach dem vorletzten Sprung und der lange Weg auf den letzten Steil gelang ihm auf der wendigen Cassella gut. 35,99 Sekunden zeigte die Uhr. Der Letzte im Bunde, Michael Aabo, konnte es noch schneller. In 35,80 Sekunden flog er auf dem Braunen über die Hindernisse und schnappte Ahlmann den Sieg vor der Nase weg. Aabo zeigte sich sichtlich zufrieden: „Der Parcours war gut zu reiten und lag mir technisch. Heute hatte ich einen Vorteil, weil ich als letzter Reiter im Stechen war. Da weiß man, wie viel man riskieren kann.“ Doch nicht nur Michael Aabo, auch Graf’s Stakkato machte einen guten Job, das weiß auch sein Reiter: „Der Hengst hat gestern schon gewonnen. Er ist sehr vorsichtig und man kann ihn schnell reiten, aber er braucht dabei viel Vertrauen vom Reiter.“ Das scheint Aabo ihm bestens gegeben zu haben.

Alle Ergebnisse unter www.nord-ost-pferd.de

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