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An Weihnachten : Messerstecherei und Verfolgungsjagd in Rendsburg

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Unruhige Weihnachtsfeiertage für die Rendsburger Polizei: Ein fast tödlicher Angriff und eine Fahrt mit 2,7 Promille.

Von wegen ruhig und besinnlich: Über die Weihnachtsfeiertage hatte die Polizei in Rendsburg viel zu tun: Eine Messerstecherei und eine Verfolgungsjagd sind die traurige Bilanz.

Der Angriff mit dem Messer wurde ausgelöst durch einen Streit. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, war es am Mittwoch, 23. Dezember, gegen 23 Uhr zu einer Auseinandersetzung vor der Discothek „Parkhaus Lounge“ in der Nienstadtstraße gekommen. Beteiligt an dem Streit waren insgesamt vier Männer aus Büdelsdorf und Rendsburg. Ein 45-Jähriger und ein 38-Jähriger standen auf der Straße in einer Zufahrt, als ein Vater (52) und sein Sohn (18) mit einem Auto die Zufahrt fahren wollten.

Da die beiden Passanten im Weg standen, stieg zunächst der Sohn aus und es kam zum Streit, in dessen Verlauf der 18-jährige geschlagen wurde. Daraufhin stieg der Vater ebenfalls aus, ging mit einem Messer auf den Widersacher seines Sohnes los und verletzte den 38-jährigen Rendsburger. Seinem 45-jährigen Bekannten gelang es dann die Kontrahenten zu trennen.

Der 38-Jährige musste mit dem Rettungswagen in das Rendsburger Krankenhaus eingeliefert werden, wo man zunächst lebensbedrohliche Verletzungen feststellte. Sein Zustand stabilisierte sich nach Angaben der Polizei allerdings nach entsprechenden medizinischen Maßnahmen. Die Kriminalpolizei übernahm die Ermittungen. Vater und Sohn wurden vorläufig festgenommen, allerdings bereits wieder entlassen.

Auch am 1. Weihnachtsfeiertag wurde die Polizei in Atem gehalten. Eine Verfolgungsfahrt sorgte um 13.15 Uhr für den Einsatz. Einer Funkstreifenbesatzung vom Polizeirevier Rendsburg war die Fahrweise eines vor ihnen auf der B 77, Richtung Norden fahrenden Pkw aufgefallen. Nach einem Überholmanöver sowie weiteren Beobachtungen, die Rückschlüsse auf Fahruntüchtigkeit des Fahrers zuließen, entschlossen sich die Beamten zu einer Verkehrskontrolle. Mittlerweile standen die Wagen an der Kreuzung Fockbeker Chaussee / Friedrichstädter Straße. Das eingeschaltete Stopsignal ignorierte der Fahrer allerdings und er versuchte nun mit Geschwindigkeiten von bis zu 140 km/h zu flüchten.

Zwischenzeitlich beteiligten sich zwei weitere Streifenwagen an der Verfolgung und es hatte sich herausgestellt, das für den Pkw kein Versicherungsschutz mehr bestand. Der Fahrer fuhr zum Teil über Gehwege und führte waghalsige Überholmanöver durch, um sich der Kontrolle zu entziehen. Letztendlich fuhr er am Kreisverkehr am Eiderpark in Richtung Schleswiger Chaussee und hielt dann an der Bushaltestelle in der Schleswiger Chaussee an. Dort konnte er von den Beamten festgenommen werden.

Es stellte sich heraus, dass er erheblich unter Alkoholeinfluss stand. Ein Test ergab einen Wert von 2,68 Promille. Den Beamten gegenüber war der 28-jährige Rendsburger beleidigend und aggressiv. Neben Gefährdung des Straßenverkehrs und Fahren ohne Fahrerlaubnis wird er sich auch wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte verantworten müssen. Er musste zur Ausnüchterung einige Stunden in Polizeigewahrsam verbringen.


 

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erstellt am 27.Dez.2015 | 18:28 Uhr

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