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Ausbildungsbörse in Nortorf : Messe als Orientierungshilfe für junge Leute

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Ausbildungsbörse soll Schülern Entscheidung erleichtern. Unternehmen beklagen fehlende Quantität und Qualität der Bewerber.

shz.de von
erstellt am 12.Okt.2017 | 10:52 Uhr

Nach der Schule die richtige Ausbildung zu finden, kann für Schüler eine Mammutaufgabe sein. Dabei zu helfen, ist eine der Spezialitäten der Gemeinschaftsschule in Nortorf. Auf der Ausbildungsmesse des Vereins für Handel, Handwerk und Industrie (VHHI) am Mittwoch konnte sich der Nachwuchs bei lokalen Unternehmen informieren. „Die Messe findet nun schon zum vierten Mal im Autohaus Ihle statt“, sagte Kerstin Labusch vom VHHI. Auch in diesem Jahr hat der Veranstalter eng mit der Schule zusammengearbeitet. Innerhalb von vier Stunden kamen etwa 350 Schüler. In den Anfangsjahren waren auch Schulen aus Neumünster und Rendsburg eingeladen, die Resonanz sei allerdings überschaubar gewesen, so dass nun fast ausschließlich mit der Gemeinschaftsschule kooperiert werde, sagte Kerstin Labusch. Vereinzelt besuchten auch Eltern mit ihren Kindern die Messe, was aber eher eine Ausnahme ist.

„Für uns ist die Messe eine ganz wichtige Sache“, sagte Lehrerin Ivonne Gerth, Fachkraft für Berufsorientierung an der Gemeinschaftsschule. „Nortorf hat eine Insel-Stellung.“ Es sei wichtig, dass die Schüler konkret etwas vor Ort fänden. Der direkte Kontakt zu den Firmen auf der Messe sei eine gute Gelegenheit für ein erstes Kennenlernen. In diesem Jahr habe sich die Schule auch besser auf die Messe vorbereitet, sagte Ivonne Gerth. Während die jüngeren Schüler sich das Messetreiben anschauen konnten, um einen allgemeinen Eindruck zu erhalten, mussten die Jugendlichen in den höheren Klassenstufen Termine mit verschiedenen Unternehmen ausmachen und sich eigenständig darauf vorbereiten. Wenn sie sich beim Kennenlerngespräch gut präsentierten, gab es sogar eine Bescheinigung dafür.

Auch bei den Unternehmen kommt die Messe stets gut an. „Die Suche nach den richtigen Auszubildenden wird immer schwieriger“, berichtete Christiane Boye, Praxislehrerin an der Pflegeschule der Imland-Klinik. Dabei brauche ihre Schule jedes Jahr 50 neue Schüler: 25 im März und 25 im September. Die Quantität und die Qualität hat ihrer Meinung nach in den vergangenen Jahren jedoch immer weiter nachgelassen. Doch es geht auch anders: Versicherungskaufmann Jannick Boldt hatte gerade ein Gespräch mit einem Schüler beendet und war positiv überrascht. „Zum Teil sind die Schüler sehr gut vorbereitet und sprechen einen direkt an.“ Bei anderen stelle er allerdings fest, dass sie sehr schüchtern seien und sich nur in der Gruppe an den Gesprächstresen herantrauten.

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