Meret Wittje: Das Ziel Bundesliga fest im Blick

Im Duell mit männlichen Gegenspielern weiß Meret Wittje (rechts) sich durchzusetzen und darf sich inzwischen Nationalspielerin nennen.
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Im Duell mit männlichen Gegenspielern weiß Meret Wittje (rechts) sich durchzusetzen und darf sich inzwischen Nationalspielerin nennen.

Nachwuchsfußballerin Meret Wittje ist das Talent des Jahres 2014 / Defensivspezialistin des TuS Nortorf hat große Pläne

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08. Januar 2015, 06:00 Uhr

Als Teil einer Mannschaft könnte Nachwuchsfußballerin Meret Wittje von einem eher durchwachsenen Jahr sprechen. In der C-Jugend-Schleswig-Holstein-Liga muss ihre Mannschaft, der TuS Nortorf, um den Klassenerhalt bangen. Aus persönlicher Sicht zieht die 15-Jährige ein ganz anderes Fazit. Besonders gegen Ende des Jahres zierten zwei Highlights ihren Weg. Im November feierte Wittje ihr Debüt in der deutschen U16-Nationalmannschaft und im Dezember wurde sie von der Lesern der Landeszeitung und Eckernförder Zeitung dafür zum Talent des Jahres 2014 gewählt.

Beim TuS Nortorf gehört Wittje sogar zu einer von vier Fußballerinnen, die in der C-Jugend-Mannschaft spielen, die sich ansonsten aus Jungen zusammensetzt. „Das ist überhaupt kein Problem. Der Umgang miteinander ist ganz locker“, sagt die Defensivspezialistin. Für die nahe Zukunft plant sie keinen Wechsel in eine reine Mädchenmannschaft und will lieber weiter mit und gegen Jungen spielen. „Das bringt mich eher voran. Das Spiel ist hier einfach schneller und robuster“, so Wittje. Spätestens mit dem Erreichen der Volljährigkeit steht ein Wechsel zu den Frauen an. Und natürlich liebäugelt die Schülerin mit der Beletage des Fußballs. „Mein Ziel ist es, bei einem Verein in der Bundesliga zu spielen“, sagt sie selbstbewusst. Dass sie Potenzial dazu hat, bewies sie nicht nur bei ihrem Länderspieldebüt, als sie am 10. November gegen die englische Auswahl in der zweiten Halbzeit eingewechselt wurde und mit ihrem Team schließlich einen 3:1-Erfolg feierte.

Um ihren Traum zu erfüllen, geht sie neben dem Vereins- und Stützpunkttraining ins Fitnessstudio, und ihr Club-Trainer schiebt Sonderschichten mit ihr. „Meret hat eine rasante Entwicklung hingelegt und das Potenzial, um weit zu kommen“, sagt Jörg Ahrens über sein Talent.

Meret Wittje steht erst am Anfang ihres sportlichen Weges, aber sie hat die Möglichkeit, ihren Traum von der Bundesliga zu erfüllen. Und vielleicht schafft sie es ja sogar zu ihrem Lieblingsverein – dem VfL Wolfsburg.

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