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GROSSEINSATZ : "Menschenrettung oberstes Gebot"

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Auf dem Hof von Familie Naudszus in Klein Vollstedt fand eine Großübung mit sechs Wehren und rund 80 Kameraden statt. Der Amtswehrführer lobte den Einsatzleiter. Für den Atemschutz gab es nur verhaltene Aussagen.

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erstellt am 30.Aug.2013 | 10:31 Uhr

Auf dem Hof von Familie Naudszus in Klein Vollstedt brannte es gleich zweifach. Vier Personen wurden vermisst. „Bei Schweißarbeiten ist es zu einem Brand von einem Mähdrescher gekommen“, lautete die Alarmmeldung. In einem Nachbargebäude war ebenfalls ein Brand ausgebrochen. Horror-Szenario für die Kameraden der Freiwillgen Feuerwehren aus Emkendorf, Bokelholm, Klein Vollstedt, Groß Vollstedt, Bokel und Ellerdorf die zum Einsatzort anrückten. Doch dort angekommen gab es Entwarnung – eine Großübung stand auf dem Programm.

Rund 80 Kameraden versammelten sich auf dem Hof, um die Brände unter Kontrolle zu bekommen und die vermissten Personen zu retten. „Eine ordentliche Anzahl“, fand auch Bürgermeister Jochen Runge, der zur Übung vorbeischaute. Hofbesitzer Alfred Naudszus und seine Frau machten sich zwischen dem Trubel Sorge um einen möglichen Ernstfall. „Wir haben hier rund 2000 Tiere. Wo wir mit denen so schnell hinsollten, wenn wirklich mal was passiert, da haben wir uns noch keine Gedanken drüber gemacht.“ Amtswehrführer Dirk Ahrendt lobte derweil die Hof-Pläne von Alfred Naudszus, der diese an die Feuerwehr übergab. „Die sind wirklich klasse. So was habe ich noch nie gesehen. Präzise Graphiken mit denen wir gut arbeiten können und die die Arbeit vor allem erleichtern und im Ernstfall wertvolle Minuten schenken können.“

Während Ahrendt die Pläne lobte, gab es für die Atemschutzträger nach Abschluss der Übung verhaltene Aussagen. „Das lief noch nicht so rund. Die Menschenrettung ist das oberste Gebot und die lief heute leider ein bisschen holprig“, gestand Ahrendt. „Aber wenn alles klappen würde, bräuchte man ja auch nicht zu üben“, fügte Jochen Runge hinzu. Einsatzleiter Sönke Wiegel machte seine Arbeit derweil gut. „Das hat er klasse gemacht“, sagte Ahrendt, „der ist ruhig geblieben und hat den Überblick behalten.“

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