Westerrönfeld : Mann spricht Kinder aus seinem Auto heraus an

Die Polizei in Westerrönfeld ermittelt gegen Unbekannt. Hier soll ein Mann schon zwei Mädchen auf dem Schulweg angesprochen haben – mit unbekannter Absicht.
Die Polizei in Westerrönfeld ermittelt gegen Unbekannt. Hier soll ein Mann schon zwei Mädchen auf dem Schulweg angesprochen haben – mit unbekannter Absicht.

In einer Gruppe auf Facebook wird vor einem Mann gewarnt, der Schulkinder in Westerrönfeld anspricht. Die Polizei bestätigt Ermittlungen gegen einen Unbekannten.

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28. November 2013, 17:46 Uhr

Westerrönfeld | In sozialen Netzwerken wie Facebook sind Meldungen wie „Vor der Schule XY spricht ein Mann Kinder an...“ selten ernst zu nehmen, weil sie zuhauf von irgendwelchen „Spaßvögeln“ erfunden werden. Anders sieht es aktuell in Westerrönfeld aus. In der Gruppe „Rendsbook/Faceburg“ warnt ein Schüler vor einem Mann, der am 26. November ein Mädchen von der Schule am Ochsenweg Jevenstedt angesprochen haben soll. Polizeisprecher Sönke Hinrichs bestätigt: „Zwei zehnjährige Mädchen haben unabhängig voneinander angegeben, auf dem Weg zur Schule in der Danziger Straße in Westerrönfeld von einem Mann mit Brille aus einem Auto heraus angesprochen worden zu sein.“ Der Mann soll ihnen angeboten haben, sie mitzunehmen. Beide Schülerinnen lehnten ab und liefen weiter.

Ihr Erlebnis erzählten sie in der Schule. „Das ist genau richtig“, sagt Hinrichs. Denn auch wenn niemand weiß, welche Absichten der Unbekannte hat, nimmt die Polizei diesen Vorfall ernst und ermittelt. „Die Beschreibung der Kinder passt auf keinen uns bekannten Sexualstraftäter“, sagt Hinrichs. Die Beamten haben Kontakt mit der Schule und den Eltern der betroffenen Mädchen aufgenommen. „Wir haben Fachleute, die in solchen Fällen auf Elternversammlungen Präventionstipps geben“, erklärt der Polizeisprecher.

Das sollten Kinder machen

Laut und deutlich Nein sagen und weggehen. Wenn es nicht hilft, um Hilfe rufen. Andere Menschen gezielt ansprechen (z.B. „Sie da, in der schwarzen Jacke...“). Einer Vertrauensperson von dem Ereignis erzählen.

Das sollten Eltern machen

Ein Vertrauensverhältnis zum Kind pflegen, damit es Erlebnisse mitteilt. Hinweise des Kindes ernst nehmen und Hilfe suchen. Im Zweifel lieber einmal zu viel die Polizei informieren. Das Kind stark machen, Nein zu sagen.

Die Meldung des Schülers auf Facebook ist seit Dienstagabend schon mehr als 1000-mal geteilt worden – begleitet von zahlreichen Kommentaren, in denen über den Mann und das Auto spekuliert wird. Für Polizeisprecher Hinrichs ist das ein zweischneidiges Schwert: „Einerseits werden auf diese Weise viele Unwahrheiten in die Welt gesetzt. Andererseits können uns auch solche Äußerungen wertvolle Hinweise liefern.“ Er rät trotzdem generell: Lieber einmal mehr die Polizei kontaktieren als mit Informationen hinterm Berg zu halten.

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