zur Navigation springen

Nach Bluttat : Finanzamt Rendsburg öffnet wieder für die Bürger

vom

Nach den tödlichen Schüssen vom 1. September geht das Finanzamt Rendsburg zur Tagesordnung über. Seit Dienstag stehen die Pforten für den Publikumsverkehr wieder offen.

shz.de von
erstellt am 09.Sep.2014 | 11:11 Uhr

Rendsburg | Gut eine Woche nach den tödlichen Schüssen auf einen Mitarbeiter hat das Finanzamt Rendsburg am Dienstag wieder für den Publikumsverkehr geöffnet. Am Freitag wird die Behörde wegen einer Trauerfeier für den getöteten Sachgebietsleiter nach Angaben des Finanzministeriums erneut geschlossen sein.

Der 57-Jährige war am 1. September in seinem Büro angeschossen worden und später im Krankenhaus gestorben. Der mutmaßliche Schütze, ein 55 Jahre alte Steuerberater aus Fockbek, soll das Finanzamt für seine finanzielle Misere verantwortlich gemacht haben. Er konnte noch am Tatort festgenommen werden.

Er sitzt nach wie vor in Untersuchungshaft, wie eine Sprecherin der Kieler Staatsanwaltschaft sagte. Die Ermittlungen dauerten an. Zu Details äußerte sie sich nicht. Die „Kieler Nachrichten“ berichteten in ihrer Dienstagsausgabe unter Berufung auf das Umfeld des Finanzamtes, dass der Schütze gezielt auf sein Opfer gewartet habe.

Er soll direkt auf den Finanzbeamten geschossen haben, als dieser den Raum betrat. Das Finanzamt Rendsburg würdigte in Traueranzeigen den Steueroberamtsrat, „der aufgrund einer unfassbaren Gewalttat aus dem Leben gerissen wurde“, als einen Kollegen, der sich „durch ein hohes Maß an Engagement und Verantwortungsbewusstsein“ ausgezeichnet habe.

Auch das Finanzministerium zeigte in Traueranzeigen seine Bestürzung über den Tod des Beamten, der 1972 in die Steuerverwaltung des Landes eingetreten und zuletzt in Rendsburg Leiter des Sachgebiets für Arbeitnehmerveranlagung war.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen