zur Navigation springen

Handball-Kreisliga : Meisterschaft? Ja. Aufstieg? Nein Danke.

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Sowohl der Kreismeister der Herren (Owschlag II) als auch der Meister der Damen (SV Hüttener Berge) will nicht in die Kreisoberliga aufsteigen. Hauptgrund sind die zum Teil weiten Fahrten in den Kreis Steinburg.

shz.de von
erstellt am 08.Apr.2014 | 18:36 Uhr

Bei der Übergabe des Meisterschildes traf Heide Göbel auf alte Bekannte. Wie schon in den beiden Jahren zuvor gratulierte die mittlerweile ausgeschiedene Frauenwartin des Kreishandballverbandes Rendsburg-Eckernförde dem SV Hüttener Berge zum Gewinn des Titels in der Kreisliga. Zwar waren die Seriensiegerinnen durch die Zusammenlegung der beiden Kreisligen Rendsburg-Eckernförde und Neumünster zu Beginn der Saison 2013/14 nicht ganz so dominant wie in der Vergangenheit, doch erneut gelang es der Konkurrenz nicht, das Team von Trainer Thomas Lill vom Thron zu stoßen. „Dass es auch in diesem Jahr wieder so gut gelaufen ist, überrascht mich schon ein wenig, denn die neue Kreisliga ist wesentlich stärker“, sagt der Erfolgscoach, der mittlerweile im 27. Jahr (!) – mit zweijähriger Unterbrechung bei den Herren – auf der Bank der Ascheffelerinnen sitzt. „Und es ist nie langweilig“, fügt Lill schmunzelnd hinzu. Auch des Siegens werden Lill und seine Spielerinnen, von denen ein paar schon seit Anfang an dabei sind, nicht überdrüssig. „Wir freuen uns über jeden Erfolg.“ Und über jede Meisterschaft. Doch auf den Sprung in die Kreisoberliga verzichten die Ascheffelerinnen in schöner Regelmäßigkeit getreu dem Motto: Meisterschaft? Ja. Aufstieg? Nein Danke!

„Die Kreisoberliga ist einfach eine uninteressante Klasse“, begründet Lill den Verzicht. „Dadurch, dass vor Jahren die Kreise Rendsburg-Eckernförde, Neumünster und Steinburg zu einer Region zusammengelegt wurden, hat man irre lange Fahrten. Da hat niemand von uns Lust drauf.“ Ins gleiche Horn bläst Jürgen Guber. Der Trainer des TSV Owschlag II feierte mit seinem Team die Meisterschaft in der Kreisliga der Männer. Doch auch die Owschlager verzichten „liebend gern“, so Guber, auf den Aufstieg und spielen weiter in der Kreisliga. „Die Wege sind einfach kürzer. Wer will denn schon im Winter nach Kiebitzreihe oder Kollmar? Und sportlich ist die Kreisoberliga jetzt auch nicht die ganz Herausforderung.“

Somit wird bei den Frauen voraussichtlich Vizemeister Bramstedter TS seine Meldung für die Kreisoberliga abgeben. Bei den Männern ist die Sachlage komplizierter. Vizemeister SV Tungendorf I hat kein Interesse bekundet, so dass die HSG Hamdorf/Breiholz II als Tabellendritter das Aufstiegsrecht wahrnehmen könnte. Doch da die HSG Hamdorf/Breiholz I hinter der „Zweiten“ in der Abschlusstabelle liegt und die HSG Hamdorf/Breiholz II deshalb nicht aufsteigen darf, müsste die „Erste“ den Schritt in die Kreisoberliga in Angriff nehmen. „Noch liegt mir aber keine Meldung vor“, berichtet Hans-Jürgen Milferstädt, Männerspielwart des KHV.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert