Geplanter Neubau : Mehr Platz für Nachwuchs

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Die Gemeinde Hamdorf plant einen Neubau für Kindergartenkinder. Mit über 50 Kindern ist die Einrichtung voll besetzt und der Platz zu gering. Der Baubeginn ist für den Frühling geplant. Das Greve-Zimmer soll ab Sommer 2014 wieder als Leihbücherei genutzt werden.

shz.de von
26. November 2013, 06:00 Uhr

Das „Zwergenland“ wird vergrößert: Da der Platz im Hamdorfer Kindergarten nicht mehr ausreicht, soll das bestehende Gebäude um einen Anbau erweitert werden. Das beschloss die Gemeindevertretung Hamdorf in ihrer jüngsten Sitzung.

Mit 52 Kindern in drei Gruppen, darunter fünf U3-Kinder, sei die Einrichtung voll besetzt, erklärte Kindergartenleiterin Regina Thießen auf Nachfrage. Auch in den kommenden zwei Jahren werde man nicht mit zwei Gruppen auskommen. Seit über einem Jahr weicht eine der drei Gruppen in das Greve-Zimmer im Schulgebäude aus. „16 Vorschulkinder in dem kleinen Raum ist schon recht beengt“, bestätigte Jutta Kaack, die die „Großen“ betreut.

Es werde Zeit, dass die Gruppe aus dem Raum herauskommt, meinte Bürgermeister Jörg-Peter Thomsen in der Sitzung. Zumal der Wunsch besteht, das Greve-Zimmer ab Sommer 2014 wieder als Leihbücherei zu nutzen.

Im kommenden Frühjahr soll mit dem Bau des neuen Gebäudes begonnen werden und bis zu Einschulungsbeginn nach den Sommerferien fertiggestellt sein. Finanziert werden soll das Vorhaben, neben den Zuschüssen von Bund und Kreis, mit einem Darlehen in Höhe von 100 000 Euro zu einem Zinsatz von 1,77 Prozent auf zehn Jahre. Dieser Kreditaufnahme stimmten die Vertreter ebenfalls zu.

Die bauliche Entwicklung des Dorfes war ein weiteres Thema der Sitzung. Um die vorhandenen Baupotenziale im Innenbereich der Gemeinde zu erfassen, wurde das Büro für integrierte Stadtplanung BIS in Aukrug mit dem Erstellen eines Baulückenkatasters beauftragt. Das Ergebnis stellte Büroinhaber und Stadtplaner Peter Scharlibbe in der Sitzung den Gemeindevertretern vor. Gut 25 Grundstücke ließen sich im Rahmen der Innenbereichsentwicklung erschließen, bevor auf Flächen im Außenbereich zugegriffen werden müsste. „Es gilt die Maßgabe innen vor außen“, erklärte Scharlibbe. Da mit einer gesetzlichen Neuregelung weiterer Flächenverbrauch im Außenbereich vermieden werden soll, seien Gemeinden dazu angehalten, nach bebaubaren Flächen innerhalb des Ortes zu suchen.

Für den Bereich „westlich Tweiten“ lehnt der Kreis Rendsburg-Eckernförde eine Ergänzungssatzung ab, die bauliche Vorprägung ließe den Erlass dieser Satzung nicht zu, lautete die Begründung. Um den Bereich dennoch als Wohnbaufläche ausweisen zu können und um eine gerichtliche Auseinandersetzung zu vermeiden, beschloss die Vertretung die 9. Änderung des Flächennutzungsplanes sowie das Aufstellen des Bebauungsplanes Nummer 11 „westlich Tweiten“. Eine erneute Beteiligung von Behörden und Bürgern sei nicht notwendig, sagte Scharlibbe, da bereits für die Ergänzungssatzung entsprechende Verfahren gelaufen seien, deren Ergebnisse für die neue Planung ebenso Anwendung finden, da die Grenzen des Planbereiches identisch sind.

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