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Schleswig-Holstein Musik Festival : Mehr Konzerte in der Kanalregion

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Stadt Büdelsdorf gewinnt als shmf-Spielort an Bedeutung. Neben fünf Konzerten sind wieder mehrere Generalproben mit großen Namen geplant. In der Rendsburger Christkirche werden voraussichtlich wie im vergangenen Jahr vier Konzerte stattfinden.

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erstellt am 15.Feb.2014 | 06:00 Uhr

Musik liegt in der Luft. Das Programm des Schleswig-Holstein Musik Festivals (shmf) wird zwar erst in zehn Tagen verkündet, aber so viel steht schon fest: Die Region am Nord-Ostsee-Kanal spielt ganz vorne mit. In der Anzahl der Konzerte folgt sie gleich nach Kiel und Lübeck und liegt noch vor Hamburg.

Von offizieller Seite werden noch keine Angaben gemacht. Nur so viel bestätigte Bettina Brinker, shmf-Pressesprecherin: „Es gibt mehr Konzerte in Büdelsdorf als im vergangenen Jahr“ und „Es sind richtig tolle Sachen“. Hinzu kommen dann die Generalproben in der ACO Thormannhalle.

Vier Auftritte in der Christkirche und zwei Konzerte in der Thormannhalle hatten 2013 bereits für ein großartiges Angebot gesorgt. Die von Ex-Intendant Beck wegen ihrer Akustik und Atmosphäre geschätzte Kirche wird voraussichtlich auch in diesem Jahr viermal shmf-Musiker zu Gast haben. Aber in Büdelsdorf soll es jetzt sogar an fünf Abenden ein Konzert geben, erfuhr die Landeszeitung.

Ein Länderschwerpunkt wie in den vergangenen Jahren ist nicht mehr vorgesehen. Mit dem Wechsel in der Festivalleitung – Christian Kuhnt hat Rolf Beck abgelöst – wird stattdessen ein Komponist im Mittelpunkt stehen. Das ist vom 5. Juli bis zum 31. August 2014 der gebürtige Hamburger Felix Mendelssohn Bartholdy.

Eine weitere Änderung: Der neue shmf-Intendant setzt wieder verstärkt auf die Fläche. So schrumpft die Konzert-Anzahl in Hamburg von 22 auf 7. Wohl einer der Gründe, warum Büdelsdorf „mehr abbekommt“. Ein bisschen geringer werden dagegen die Schulungen ausfallen, meint ein Kenner der Szene. So sei die Orchesterakademie ein wenig verkürzt. Und die Chorakademie von Ex-Intendant Beck gebe es ja auch nicht mehr. Das ist dennoch kein Grund zur Besorgnis, weil ja – siehe oben – mehr Konzerte im Programm stehen. Außerdem hat Christian Kuhnt in einem Interview betont, dass die Orchesterakademie in Büdelsdorf einen geradezu perfekten Standort habe.

Diese Äußerung dürfte Musik in den Ohren der örtlichen Festivalszene sein. Zudem setzt der Intendant verstärkt auf große Pult-Persönlichkeiten. Einer davon ist Grammy-Gewinner und Star-Dirigent Christoph Eschenbach: Gemeinsam mit dem NDR-Orchester hatte er in der Kategorie „Best Classical Compendium“ gesiegt, mit der Einspielung von Hindemiths Violinkonzert „Symphonic Metamorphosis“.

Bereits dreimal probte Eschenbach in der ACO Thormannhalle. Auch in diesem Sommer wieder. Dazu noch mit dem Gewinner des Leonard Bernstein Awards – dem Pianisten Christopher Park. Dazu gesellt sich dann noch ein großer Name: Der Schauspieler Dominique Horwitz wird den Text sprechen, wenn Mendelssohns „Sommernachtstraum“ erklingt, die Musik zu dem gleichnamigen Shakespeare-Stück. Diese Musik gehört zu Mendelssohns meistgespielten Werken, berühmt ist der darin enthaltene Hochzeitsmarsch.

Damit ist die Liste der großen Namen noch nicht am Ende: Thomas Sanderling soll dabei sein. Er ist ebenso wie sein Vater Michael ein bekannter Dirigent. Der spanische Gitarrist Pepe Romer wird nach LZ-Informationen in Büdelsdorf proben und auch eine Version der „West Side Story“ wird gespielt.

Eines aber ist klar, so ein Festival-Kenner: „Mit diesem Programm wird Rendsburg als Mittelpunkt betont.“

Die genauen Festival-Termine und Mitwirkenden werden ab Dienstagvormittag, 25. Februar, im Internet abrufbar sein: www.shmf.de

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