Rendsburg : Mehr Fahrrad-Service zum Sparpreis

So läuft der Betrieb heute: Brücke-Mitarbeiter Nils Rösener ist von Montag bis Freitag zu folgenden Zeiten vor Ort: 6 bis 9 Uhr, 12 bis 14 Uhr, 16 bis 18 Uhr. Ein halber Tag kostet 85 Cent pro Rad, 24 Stunden 1,35 Euro. Monatskunden und Schüler zahlen weniger.
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So läuft der Betrieb heute: Brücke-Mitarbeiter Nils Rösener ist von Montag bis Freitag zu folgenden Zeiten vor Ort: 6 bis 9 Uhr, 12 bis 14 Uhr, 16 bis 18 Uhr. Ein halber Tag kostet 85 Cent pro Rad, 24 Stunden 1,35 Euro. Monatskunden und Schüler zahlen weniger.

Senat genehmigt unverbindliche Entwurfsplanung für moderne Abstellanlage am Bahnhof. Hohe öffentliche Förderung möglich.

shz.de von
04. Juli 2015, 16:42 Uhr

Über eine größere und moderne Fahrradstation am Bahnhof diskutiert die Politik seit Jahren. Ohne ans Ziel zu kommen. Dem Projekt ging spätestens dann die Puste aus, wenn es um die Folgekosten für Betrieb und Instandhaltung einer solchen Anlage ging. Jetzt startet die Stadt einen neuen Versuch – und nahm im Senat am Donnerstag die erste politische Hürde. Einstimmig war das Gremium dafür, eine fünfstellige Summe für die noch unverbindliche Entwurfsplanung einer 145 Fahrräder fassenden Abstellanlage bereitzustellen. Mit der Anfangszahlung von voraussichtlich knapp 30  000 Euro – das Geld bekommt die Stadt vollständig vom Land zurück – könnte später eine Investition von 455  000 Euro ausgelöst werden. Könnte. Die Möglichkeitsform war den meisten Senatsmitgliedern wichtig. Nur aufgrund der hohen öffentlichen Förderung erklärte man sich überhaupt bereit, für eine solche Station zu stimmen. Selbst wenn in einigen Monaten der konkrete Entwurf der Anlage vorgelegt wird, behielt sich die Politik vor, auch dann noch „Nein“ sagen zu können, ohne finanziellen Schaden zu erleiden. Skepsis und die Scheu vor unerwarteten Risiken und Preissteigerungen, siehe Schule Altstadt, siehe Mehrzweckhalle Mastbrook, sitzen bei manchem Mandatsträger knochentief.

Sollte die Abstellanlage realisiert werden, müsste die Stadt nur zehn Prozent des Gesamtpreises selbst zahlen; nach jetzigem Stand 45  500 Euro. Das Gros (75 Prozent) kommt vom Land, 15 Prozent geben Aktiv-Region und Gebietsentwicklungsplanung (GEP) hinzu. Die Vorentwürfe sehen eine Station vor, die anders als heute nicht mehr von einem Zaun umgeben ist. Um einen zentralen Pavillon gruppieren sich offene und überdachte Stellplätze für Fahrräder. Auch abschließbare Boxen für einzelne oder bis zu sechs Bikes kommen in der von einem Fockbeker Ingenieurbüro ausgearbeiteten Version vor. Technischer Clou sind Schließfächer für Gepäck, in denen die Akkus für E-Bikes aufgeladen werden können. Auch die stillgelegten Toiletten im Bahnhof könnten reaktiviert und Teil der Fahrradstation werden. Als Betreiber der gesamten Anlage steht die Brücke Rendsburg-Eckernförde bereit. „Ein Eigenanteil von zehn Prozent für die Stadt ist der Konsens aus allen Förderprogrammen“, sagte Regionalmanager Marco Neumann von der Aktiv-Region. „Eigentlich kriegt man so eine Chance nie wieder.“ Aus dem Senat kam dennoch die Forderung, auch einen Entwurf ohne Personal auszuarbeiten. „Die unbemannte Variante sollten wir uns erhalten“, empfahl Thomas Krabbes (CDU) und wurde von Andreas Vollstedt (SSW) unterstützt: Der Betreiber könnte abspringen.“

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