Langwedel : Mehr Angebote für Kinder

Gemeinde fördert den Nachwuchs. Erstmals Ferienspaßaktion geplant.

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26. April 2013, 08:36 Uhr

langwedel | Eine lange Tagesordnung hatten die Gemeindevertreter in Langwedel in ihrer jüngsten Sitzung vor sich. Gleich mehrere betrafen den Verein "Kinder- und Jugendarbeit Langwedel". Damit für die betreute Grundschule mehr Planungssicherheit gibt, wird die Gemeinde den Verein im Rahmen eines Finanzierungsvertrages jährlich mit bis zu 11 500 Euro fördern. Um die Unterstützung hatte der Verein im Vorfeld gebeten. Außerdem erhält der Verein weitere 4 900 Euro pro Jahr für die offene Jugendarbeit.

Veränderungen gibt es bei den Betreuungszeiten für Unter-Dreijährige. Ab August können Eltern ihre Sprösslinge bereits um 7 Uhr in der Einrichtung, die wie die oben genannten, im Buchert-Haus untergebracht ist, abgeben. Die Betreuungszeit endet wie gehabt um 13.30 Uhr. Die zusätzlichen Personalkosten belaufen sich auf rund 1 700 Euro. Aufgrund sinkender Geburtenzahlen und damit einhergehend weniger Anmeldungen, wird es ab August nur noch eine reguläre Gruppe statt bisher zwei Gruppen geben. Die beiden Waldgruppen bleiben bestehen.

Ein neu aufgenommener Tagesordnungspunkt beschäftigte sich ebenfalls mit den jungen Dorfbewohnern. Auf Antrag von "Bürger für Langwedel" (BfL) und nach vorhergehender Absprache mit den Vertretern der SPD soll es im Sommer eine Ferienpassaktion in der Gemeinde geben. Wer dafür ein Angebot machen möchte, kann sich an Bürgermeister Holger Spießhöfer wenden.

Um zügig vor Anhebung der Grunderwerbssteuer im kommenden Jahr Bauflächen verkaufen zu können, beschlossen die Gemeindevertreter den Flächennutzungs- und den Bebauungsplan für das Terrain zu ändern, das an das Baugebiet "Olendiekskamp" grenzt. Zur Erschließung der Baugrundstücke soll es den bevorzugten Rundweg mit Anbindung an die Zufahrtsstraße zur Paul-Gerhardt-Kapelle geben.

Mit der "Wassergemeinschaft Neuer Melkenkamp" hat die Gemeinde einen Vertrag geschlossen. Ausschlaggebend war das Anliegen der Kommune, einen Feuerlöschbrunnen zu errichten. Die Wassergemeinschaft versorgt den Brunnen mit elektrischer Energie, während die Gemeinde im Gegenzug die Pflege des Brunnengrundstücks übernehmen will. Bisher war eine Gärtnerei mit dieser Aufgabe betraut, so dass sich Bürgermeister Spießhöfer sicher ist, eine Gewinn-Situation für beide Seiten herbeigeführt zu haben.

Verschoben wurde eine Ausweisung des Gebiets "Ziegelei" als Sondergebiet für Biogasanlagen. Hier müssen die Betreiber der bereits existierenden Anlagen Geduld haben, bis sich die neu gewählte Gemeindevertretung konstituiert hat.

Aus eher traurigem Anlass kam schließlich der Kindergarten zu einer Spende in Höhe von 3 000 Euro. Ines Schwarz überreichte der Einrichtung das Geld, das ihre Familie bei der Beerdigung ihrer Schwiegermutter gesammelt hatte. Damit konnte der in der Sitzung gefasste Beschluss über die Annahme von Spenden gleich angewendet werden. Die Regeleung sieht vor, dass Schenkungen über 300 Euro von der Gemeindevertretung gebilligt werden müssen.

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