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Satire und Romantisches : Mehr als ein Baudenkmal

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Jubilarin Hochbrücke im Mittelpunkt einer Lesung

shz.de von
erstellt am 25.Aug.2013 | 19:00 Uhr

„So wuchtig, doch spinnenwebartig leicht.“ Dieser poetische Blick auf die Eisenbahnhochbrücke war nur einer von vielen, die in einer szenischen Lesung auf das Bauwerk über den Nord-Ostsee-Kanal geworfen wurden. In „17 000 Tonnen Stahl“ wurde das Bauwerk zu seinem 100. Jubiläum von vielen Seiten beleuchtet.

Schauspieler des Schleswig-Holsteinischen Landestheaters hatten das „Kanal-Café“ in Osterrönfeld, nur etwa 200 Meter von der Hochbrücke entfernt, zum Schauplatz ihrer Lesung gewählt. Ingeborg Losch, Katrin Schlomm und René Rollin zeigten, dass die Brücke mehr ist als nur ein Baudenkmal. „Wer die Poesie der Technik noch nicht entdeckt hat, hier wird er von ihr gepackt.“

Das war ein Aspekt, die Brücke aus Stahl, dreimal so schwer wie der Eiffelturm, zu sehen. Aber auch die militärische Bedeutung wurde beleuchtet. „Die Brücke bringt uns einen Schritt weiter an die Spitze Europas heran“, sagte Kaiser Wilhelm II. „Die Hochbrücke ist unabdingbar.“

„An der Hochbrücke manifestiert sich eine ganze Zeit und Zeitenwende“, betonte der Regisseur Konrad Schulze. Mit Ironie und teilweise mit Satirik habe man in der Lesung ein Portät dieser Zeit gezeichnet. Unterstützt wurde das Landestheater vom Nordkolleg Rendsburg bei der Recherche. verarbeitet wurden für die Veranstaltung Zeitungsberichte und Romane.

Die Zuhörer klatschten begeistert Beifall. Der „Spannungsbogen vom Komischen bis zum Besinnlichen“ hat Gerd Ziegler aus Eckernförde bei der Lesung beeindruckt. „Das war alles sehr lebendig dargebracht.“ Seine Frau Karin fand es gut, dass auch die Bedenken der Bevölkerung vor dem Bau der Brücke berücksichtigt wurden. „Das war ja eine einschneidende Entscheidung.“ Einig war sich das Ehepaar nach der einstündigen szenischen Lesung über sein Fazit: „Wir sind sehr angetan.“

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