Judo : Mehr als 320 Judoka mit Kampfgeist und Begeisterung

Mit allen Kräften wehrt sich Johanna Kempin (vorn) in ihrem ersten Wettkampf gegen die spätere Siegerin Judith von Campenhausen.
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Mit allen Kräften wehrt sich Johanna Kempin (vorn) in ihrem ersten Wettkampf gegen die spätere Siegerin Judith von Campenhausen.

Das 32. Neujahrs-Turnier des Rendsburger TSV war mal wieder ein großer Erfolg. Olympia-Teilnehmer Klaus Glahn war als Überraschungsgast dabei.

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22. Januar 2015, 06:03 Uhr

Da war selbst Gerhard Rodigast baff. Mit einem olympischen Medaillengewinner am Mattenrand hatte der Cheforganisator des 32. Neujahrs-Judo-Turniers des Rendsburger TSV wahrlich nicht gerechnet. Es war das I-Tüpfelchen auf einer abermals tollen Veranstaltung.

Mit Bronze und Silber war Klaus Glahn von den Olympischen Spielen 1964 und 1972 zurückgekehrt. Am Wochenende betreute der Inhaber des 9. Dans die Ü30-Judoka des VfL Wolfsburg, die sich die Teilnahme an diesem traditionellen Freundschaftsturnier nicht nehmen ließen. „Was Rendsburg hier auf die Beine stellt, ist schon bemerkenswert. Gerade die Ü30-Judokas haben wenig Gelegenheit, sich mit Gleichaltrigen zu messen. Unsere Mitglieder wollten diese Chance nicht verpassen“, lobte Glahn den „Rendsburger Weg“, auch die älteren Jahrgänge nicht zu vergessen. Im Blickpunkt standen jedoch die Kämpfe der Altersklassen U9 bis U21 (jeweils weiblich/männlich) sowie der Frauen und Männer. „In den Nachwuchsklassen haben viele Judoka gezeigt, dass sie die verschiedenen Wurf-, Boden- und Falltechniken schon gut beherrschen“, meinte Kampfrichter Jan Emsmann vom TSV Klausdorf. Auf besonders hohem Niveau standen die Wettbewerbe der U15-Jährigen. Verbissen wurde um jede Wertung gekämpft. Die Anfeuerung von Trainer und Fans am dicht belagerten Mattenrand übertrug sich auf die Kämpfer. Überhaupt zeichnete das Turnier eine tolle Stimmung aus. Rodigast und sein Helferteam hatten alles getan, um einen perfekten Rahmen und ein tolles Ambiente für insgesamt elf Stunden Judo zu bieten.

Traditionell stark vertreten waren vier dänische Vereine aus der Umgebung rund um Aalborg. Darunter war mit Mads Petersen (13 Jahre) ein dänischer Meister. Er demonstrierte auch in der Stadt am Kanal seine Klasse und war nicht zu schlagen. „Wir kommen immer wieder gern nach Rendsburg. Unsere Kämpfer fühlen sich hier einfach wohl“, sagte Helle Kirketerp. Für sie ist Rendsburg nach zwölf Besuchen fast zu einer zweiten Heimat geworden. Mit neun Judoka reiste Edgar Dumas aus dem holländischen Almere an. Mit einem Geschenk an Eckhard Friese, der 25 Jahre als Judo-Abteilungsleiter beim RTSV fungierte und als „Vater“ dieses Turniers gilt, bekundete der Holländer seine Verbundenheit mit Rendsburg. „Wir freuen uns immer wieder auf die Sportler aus Aalborg und Almere. Das ist einfach gelebte Partnerschaft“, hob Rodigast den großen Wert der Teilnahme der ausländischen Gäste hervor.

Darüber hinaus unterstrich er das Engagement seiner 25 fleißigen Helfer: „Ohne sie wäre eine solche Veranstaltung nicht zu organisieren“, sagte er. Mit mehr als 320 Teilnehmern aus 44 Vereinen standen rund 1000 Kämpfe an. Damit stoße das Turnier an seine organisatorischen Grenzen, so Rodigast weiter. Für Siege reichte es bei den Gastgebern nicht. „Das haben wir den Gästen überlassen“, meinte der RTSV-Trainer verschmitzt. Spitzenplätze hatte er auch nicht erwartet, denn der RTSV hatte eine Reihe von Judoka ins Rennen geschickt, die erstmals einen Wettkampf bestritten.

Alle Ergebnisse unter: www.rtsv-judo-jujitsu.de

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