Grüne Mitte : Mastbrook putzt sein grünes Zentrum heraus

Wollen die Lebensqualität in Mastbrook verbessern: Thomas Siegel (Fachdienstleiter Hochbau), Bürgermeister Pierre Gilgenast sowie Inken Glüsing und Thomas Berg von der BIG-Städtebau, von links. Für unser Foto haben sie auf dem großen Netzklettergerät Platz genommen, das sowohl Kinder als auch Jugendliche begeistert.
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Wollen die Lebensqualität in Mastbrook verbessern: Thomas Siegel (Fachdienstleiter Hochbau), Bürgermeister Pierre Gilgenast sowie Inken Glüsing und Thomas Berg von der BIG-Städtebau, von links. Für unser Foto haben sie auf dem großen Netzklettergerät Platz genommen, das sowohl Kinder als auch Jugendliche begeistert.

Die städtische Spiel- und Freizeitanlage kostete 460 000 Euro. Offiziell eröffnet wird die „Grüne Mitte“ am kommenden Freitag.

shz.de von
24. Juni 2014, 09:24 Uhr

Offiziell eröffnet wird Mastbrooks neue „Grüne Mitte“ zwar erst am kommenden Freitag um 13 Uhr, inoffiziell jedoch haben die Bewohner des Stadtteils bereits von ihr Besitz ergriffen. Gestern am frühen Nachmittag spielten Jugendliche auf dem neuen Bolzplatz Fußball, stellten Kinder an den Spielgeräten ihre Geschicklichkeit unter Beweis und hielten Erwachsene unter dem Dach der Pergola ein Picknick ab. 460 000 Euro hat es gekostet, die einen Hektar große städtische Wiese hinter dem Kindergarten Kunterbunt in eine vielfältige Spiel- und Freizeitanlage zu verwandeln. Knapp 200 000 Euro steuerte die Stadt bei. Der Rest der Rechnung wurde vom Bund und vom Land beglichen.

Der soziale Brennpunkt Mastbrook: Der Leerstand in den Mehrfamilienhäusern ist hoch. Jedes zweite Kind bis 15 Jahre lebt in einer Hartz-IV-Familie. Vor diesem Hintergrund hat die Ratsversammlung vor neun Jahren beschlossen, Mastbrook zu einem „Gebiet der sozialen Stadt“ zu erklären. Dadurch wurde der Weg frei für die Beantragung von Fördergeldern. Und damit wiederum sollten Projekte finanziert werden, die die Lebensqualität im Stadtteil verbessern.

Die Grüne Mitte passt ins Konzept. Unter der Regie der BIG-Städtebau als Sanierungsträger entstand ab August 2013 eine Fläche, die sich aus Spiel- und Aufenthaltsräumen zusammensetzt. Bei der Entwicklung der Pläne wurden die Wünsche der Bewohner berücksichtigt. In mehreren Workshops konnten Kinder und Erwachsene den Landschaftsarchitekten Ideen und Anregungen mit auf den Weg geben. 90 Menschen nahmen teil.

Kernelement des Areals ist ein „Aktivitätsband“, eine gepflasterte Fläche, an der sich ein Kletterparcours, ein Mini-Fußballplatz, ein Streetballfeld und ein großes Netzspielgerät befinden. Zudem gibt es überdachte Sitzgelegenheiten. Auf einer großen Wiese können Kinder und Jugendliche spielen. „Erwachsene haben dort sogar schon gegrillt“, sagt der Fachdienstleiter Hochbau, Thomas Siegel. Eine Seilbahn sowie typische Spielplatzelemente wie Rutschen und Schaukeln runden das Angebot ab. Auch an die Wintersaison haben die Planer gedacht. Sie schütteten einen etwa fünf Meter hohen Hügel, auf dem Schlittenfahrer Schwung holen können.

Seit Ostern können die Bewohner des Stadtteils das Gelände nutzen. Die Resonanz darauf ist nach den Erfahrungen der Stadt durchweg positiv. Vandalismus-Schäden sind laut Siegel bisher nicht aufgetreten. Lediglich der Müll landete nicht immer in den dafür vorgesehenen Mülleimern.

>Die „Grüne Mitte Mastbrook“ wird am kommenden Freitag mit einem Fest eröffnet. Es beginnt um 13 Uhr und endet gegen 17 Uhr. Innenminister Andreas Breitner hat sein Kommen zugesagt. Besondere Programmpunkte: Musik, Tänze, Motorradsimulator, Hüpfburg und Ponyreiten.

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