Projekttage an der Grundschule : Mastbrook lässt die Puppen tanzen

So macht Schule besonders viel Spaß: Stolz zeigen Tyler, Eva, Umut, Max und Aala (von links) ihre eigenhändig gebastelten Puppen. Die Kreativität der Kinder kannte kaum Grenzen. Die Zweitklässler durften selbst bestimmen, wie ihr Werk aussehen soll und machten von dieser künstlerischen Freiheit rege Gebrauch. Sonja Langmack, Puppenspielerin des Landestheaters, stand ihnen zur Seite, gab fachliche Tipps und half ihnen, kleine Aufführungen zu inszenieren. Diese standen unter dem Motto: „Zeigen, was in der Welt passiert.“
So macht Schule besonders viel Spaß: Stolz zeigen Tyler, Eva, Umut, Max und Aala (von links) ihre eigenhändig gebastelten Puppen. Die Kreativität der Kinder kannte kaum Grenzen. Die Zweitklässler durften selbst bestimmen, wie ihr Werk aussehen soll und machten von dieser künstlerischen Freiheit rege Gebrauch. Sonja Langmack, Puppenspielerin des Landestheaters, stand ihnen zur Seite, gab fachliche Tipps und half ihnen, kleine Aufführungen zu inszenieren. Diese standen unter dem Motto: „Zeigen, was in der Welt passiert.“

Projekttage an der Grundschule: Jungen und Mädchen der 2b zeigen ihre Kreativität. Kooperation mit Landestheater.

shz.de von
20. Juni 2018, 09:02 Uhr

Rendsburg | Der Werkraum der Grundschule Mastbrook an der Ostlandstraße sah aus wie die Werkstatt eines Theaters. Puppenköpfe aus Pappmaché waren auf Holzstäben auf den Werkbänken eingeklemmt. Überall lagen bunte Stoffreste im Raum herum. Sonja Langmack, Puppenspielerin des Landestheaters, bastelte mit den Jungen und Mädchen der Klasse 2b fantasievolle Puppen – völlig ohne Grenzen. „Es gibt keine Vorgaben dafür. Jedes Kind kann sich künstlerisch ausleben“, machte Langmack deutlich. Und wenn sich das eine oder andere Kind anfangs etwas schwer tut mit seiner „künstlerischen Freiheit“, rät die Puppenspielerin zum „Abgucken“. „Abgucken und Ideen sammeln heißt lernen“, erklärte Sonja Langmack.

Am zweiten Projekttag, wenn die Puppen ihre Kleider bekommen, entstehe die Kreativität, machte Langmack deutlich. „Dann werden die Puppen lebendig – das ist der Zauber für die Kinder.“ Und das konnten die Jungen und Mädchen dann auch in anschließenden Theaterstücken präsentieren. „Zeigen, was in der Welt in einer Minute passiert“, war die Aufgabe des Minutentheaters. „Nach der Theateraufführung waren die Kinder stolz auf sich, und sie haben sich als Gruppe empfunden“, stellte Sonja Langmack fest. „Sie sind mir richtig ans Herz gewachsen.“

Am ersten Projekttag sei die Klasse allerdings ein „wilder Haufen“ gewesen, räumte sie ein. Aber am zweiten Tag hätten die Grundschüler ein gänzlich anderes Verhalten gezeigt. Sie seien rücksichtsvoll miteinander umgegangen und hätten sich gegenseitig geholfen und Mut gemacht.

Auch Detlef Vogel, Schulleiter der Grundschule Mastbrook, war von den Projekttagen begeistert. „Meine Hoffnung ist, dass wir den Kindern damit ein bisschen Kultur vermitteln und dass wir sie individuell stärken“, sagte Vogel. Die Jungen und Mädchen seien stolz auf ihre selbst gebastelten Puppen. „Diese Erfahrung können wir mit Deutsch und Mathe nicht vermitteln.“ Das Projekt ist im Zuge der Kooperation zwischen dem Landestheater und der Grundschule entstanden. „Vom Landestheater bekommen wir ganz viel zurück“, fand Detlef Vogel positive Worte.

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