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Massagen im Kreishaus während der Arbeitszeit

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Verwaltung stellt „Betriebliches Gesundheitsmanagement“ vor / Großes Interesse unter den Mitarbeitern

von
erstellt am 26.Feb.2015 | 14:51 Uhr

Nach stundenlangem Sitzen am Computer ist der Nacken verspannt. Da wünscht sich mancher eine Massage. Noch besser ist es natürlich, vorbeugend den Rücken zu trainieren. Beides ist demnächst für die Mitarbeiter im Kreishaus möglich – während der Arbeitszeit. Das Thema „Betriebliches Gesundheitsmanagement“, kurz BGM, beschäftigt den Fachbereich Zentrale Dienste seit einem Jahr. Gestern wurden den Mitarbeitern die Ergebnisse vorgestellt und die Angebote erläutert.

„Die Belastungen nehmen zu, die Mitarbeiter werden älter“, erläutert Landrat Rolf-Oliver Schwemer den Grund für die Initiative. Im Durchschnitt sind die Angestellten und Beamten 47 Jahre alt. Da gelte es, die Arbeitsfähigkeit zu erhalten. Die Zahl der Krankschreibungen liege im Durchschnitt. Mit Hilfe eines Fragebogens und eines Workshops wurden die Bedürfnisse der Kreismitarbeiter ermittelt – es sind rund 700 in Rendsburg und den Außenstellen. Ernährung und Bewegung sind ein Baustein in dem Programm. So wird an zwei Terminen beispielsweise das „1x1 der gesunden Ernährung“ vermittelt. Auch der Kantinenpächter wird geschult.

Ab Mitte April wird zehn Mal eine Stunde lang der Rücken geschult – zum Beispiel mit einem Elastikband, wie es Nina Fiedler auf dem Foto in Händen hält. Dafür wie für andere Angebote kommen zertifizierte Trainer ins Haus. Denn die Mitarbeiter können die Angebote während der Arbeitszeit wahr nehmen, die Kosten werden von den Krankenkassen, Differenzbeträge vom Kreis übernommen.

Ab März wird alle zwei Wochen eine mobile Masseurin im Haus sein. Dieser Wunsch stand ganz oben auf der Prioritätenliste der Mitarbeiter, so Nina Fiedler, Leiterin des Fachbereichs Zentrale Dienste. Zwanzig Minuten Entspannung kosten dann 20 Euro. „Diese müssen die Mitarbeiter tragen.“ Aber: Sie müssen nicht ausstempeln. Dies sei der Beitrag des Kreises, dass das Angebot während der Arbeitszeit in Anspruch genommen werden kann, erklärt Schwemer.

Auch die Gestaltung der Arbeitsumgebung ist ein Thema. So wird schriftlich festgehalten, wie ein gängiger Arbeitsplatz aussehen soll und welche Sonderbeschaffenungen (höhenverstellbarer Schreibtisch, Vertikalmaus) möglich sind. Der Umgang mit Belastungen und Überforderungen wird in einem Workshop vermittelt.

Begleitet werden die Maßnahmen durch einen Gesundheitszirkel, der sich aus den Leitern der Fachbereiche, Personalrat und Gleichstellungsbeauftragter zusammen setzt.

Und wer jeden Tag ein bisschen was für die Gesundheit tun möchte, benutzt die „Treppe statt Aufzug“ – so der Titel einer Kampagne.

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