Nach Haverie : Maschinist akzeptiert Strafe

Die Schwebefähre kollidierte am 8. Januar 2016 mit einem Frachter.
Die Schwebefähre kollidierte am 8. Januar 2016 mit einem Frachter.

Schwebefährenführer willigt in Zahlung von 2400 Euro ein und erspart sich dadurch Gerichtsverfahren.

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05. Juni 2018, 10:07 Uhr

Rendsburg | Der Maschinist der verunglückten Schwebefähre hat den Strafbefehl des Amtsgerichts Rendsburg akzeptiert. Er muss 2400 Euro zahlen und erspart sich damit die Gerichtsverhandlung, die am 15. Juni beginnen sollte.

Wie berichtet, kollidierte die Schwebefähre am 8. Januar 2016 mit einem Frachter. Die Staatsanwaltschaft warf dem Maschinisten vor, nicht ausreichend auf den Schiffsverkehr geachtet zu haben, wie sein Anwalt Gerald Goecke gestern ausführte. Das Amtsgericht Rendsburg hatte im September 2017 einen Strafbefehl erlassen, den der Fährführer zunächst anfocht. Gestern zog er seinen Einspruch zurück. „Dieser Rücknahme kommt keinerlei faktische Geständniswirkung zu“, betonte Goecke. Die Akzeptanz eines Strafbefehls sei laut Rechtsprechung nicht als Unterwerfung zu werten. „Mein Mandant verzichtet auf den weiteren Kampf um den Freispruch, weil er sich die damit einhergehenden weiteren Belastungen nicht mehr zumuten möchte.“ Nach wie vor hält der Verteidiger die Vorwürfe für nicht tragfähig.

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