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Marodes Wohnhaus: Stadt Nortorf entscheidet sich für Abriss

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Schlichtwohnhaus im Hofkamper Weg soll einem Neubau weichen

Knapp eine Stunde diskutierten die Mitglieder im Bauausschuss über die Modernisierung des Schlichtwohnhauses im Hofkamper Weg. Dann stand der Entschluss fest: Das 1957 erbaute Gebäude soll abgerissen werden und einem Neubau weichen.

Die veranschlagten Kosten für eine Modernisierung liegen bei rund 170 000 Euro. Zu teuer, waren sich die Kommunalpolitiker einig. „Wenn wir schon viel Geld investieren, dann für eine langfristige Lösung“, betonte Willi Gronewald (SPD). Das Grundstück von knapp 740 Quadratmeter liegt gegenüber des Aldi-Zentrallagers. Drei Wohnungen befinden sich dort derzeit. Diese verfügen über mit Holz/Kohle befeuerte Ofenheizungen. Gemeinschaftsduschen sind nur von außen zugänglich. Vor 40 Jahren wurde ein extra Gebäude gegenüber den Hauseingängen errichtet, in dem sich die Toiletten befinden.

Ein weiteres Objekt befindet sich „Am Heidberg“. Das 1962 als Obdachlosenunterkunft errichtete Gebäude erfülle schon lange nicht mehr den Anforderungen an ein Schlichtwohnhaus. Eine Arbeitsgruppe aus Kommunalpolitikern entschied deshalb, dass der Weiterbetrieb des Gebäudes „Am Heidberg“ nicht mehr wirtschaftlich tragbar sei. Eine langfristige Nutzung wolle man jedoch am Standort „Hofkamper Weg“ einschlagen.

Die SPD-Fraktion plädierte gleich zu Beginn des Tagesordnungspunktes gegen eine Modernisierung (so lautete der Beschlussvorschlag) und für einen Neubau. Dem schlossen sich auch die anderen Parteien an. Bauausschussvorsitzender Karsten Groth (CDU) sagte: „Der derzeitige Zustand ist nicht tragbar. Wir wollen und müssen was machen.“ Während die CDU mögliche Mobilheime (ähnlich Containerlösung) ins Gespräch brachte, betonte die SPD, dass „nur ein Neubau Sinn macht. Wir planen hier schließlich für die nächsten 40 bis 50 Jahre. Container sind nur eine kurzfristige Lösung“, so Gronewald. Einig waren sich die Politiker hingegen, dass eine Möglichkeit auf Erweiterung der Wohneinheiten gegeben sein muss, um auch kurzfristigen Bedarf bedienen zu können. „Wir bauen im Hofkamper Weg vier neue Einheiten mit Erweiterungsfähigkeit. Wie das dann am Ende aussieht, müssen wir sehen“, sagte Bauausschussvorsitzender Karsten Groth.

Nach der regen Diskussionsrunde beschlossen die Mitglieder im Bauausschuss, dass nun nach einer Möglichkeit eines Neubaus (mit mindestens vier Wohneinheiten) mit Option einer Erweiterung gesucht wird. Die Planung werde gemeinsam mit dem Amt Nortorfer Land fortgeführt. Die Ergebnisse werden in der zuständigen Arbeitsgruppe und in den Fraktionen besprochen und wandern dann wieder zurück in den Fachausschuss. Die Formalitäten sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden, damit 2015 mit dem Neubau begonnen werden kann.

Das Sanierungsgebiet „Nortorf Innenstadt“ wurde während der Sitzung abgeschlossen. Eggert Rohwer, zuständig für die Bauverwaltung im Amt, sagte dazu: „Die Satzungen über all die Jahre müssen formal verabschiedet werden. Die Stadtsanierung ist abgeschlossen. Wir müssen nur noch einen großen Schlussstrich darunter ziehen.“ Beschlossen wurde ebenfalls, dass die Steganlage an der TuS Badestelle noch vor Beginn der Saison saniert wird.

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erstellt am 20.Mai.2014 | 11:21 Uhr

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