Marie-Curie-Straße erhitzt die Gemüter in Osterrönfeld

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Gemeindevertretung beschließt den Bau / Aspel-Nord wehrt sich

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18. Juni 2014, 07:00 Uhr

In Osterrönfeld soll die Marie-Curie-Straße als Gemeindeverbindungsstraße vom Kreisverkehr Aspel-Nord parallel zur Bundesstraße 202 durch das Gewerbegebiet Rendsburg Port Süd bis zur neuen Anschlussstelle „Kamp“ gebaut werden. Diesen Beschluss fasste die Gemeindevertretung am Montagabend mit einer Gegenstimme. Etwa 30 Bewohner aus dem Baugebiet Aspel-Nord protestierten vehement dagegen. Sie fürchten um ihre Gesundheit und Sicherheit durch den erwarteten Schwerlastverkehr.

Schon in der Einwohnerfragestunde hatte Thomas Maedge eine gemeinsam mit Annika Mohr und Martin Horz verfasste Mitteilung verlesen, in der die Position der „Mehrheit der Aspel-Nord-Einwohner“ dargestellt wurde. Die Befürchtungen, Ängste und Sorgen der Anwohner sowie ihre Mitbestimmungsrechte im Zusammenhang mit der Anbindung ihres Wohngebietes an das Gewerbegebiet würden nicht angemessen beachtet, hieß es.

Osterrönfelds Bürgermeister Bernd Sienknecht wies darauf hin, dass ein Befahren des Kreisverkehrs durch Lkw und damit auch ein irrtümliches „Verfahren“ in das Wohngebiet durch eine Höhenbegrenzung oder andere geeignete Maßnahmen verhindert werden soll. Die geplante Marie-Curie-Straße solle den rund 400 Aspel-Nord-Einwohnern eine schnelle Zufahrt auf die B 202 ermöglichen. Ohne diese Straße führe der noch dazu längere Weg zur B 202 zu einer zusätzlichen Lärmbelastung der Wohngebiete Wilhelm-Hartz-Straße, Rönnekamp und Am Kamp. „Wir haben bei unserer Entscheidung den gesamten Ort im Blick behalten“, betonte Sienknecht.

Des weiteren kritisierten die Aspel-Nord-Einwohner, dass statt des von ihnen geforderten 80 Meter breiten Lärm- und Sichtschutzstreifen zum Gewerbegebiet nur ein 30 Meter breiter Streifen gebaut werden soll. Weil die Gemeinde den Bedenken der Anwohner in keiner Weise Rechnung trage, werde man sich nun gegen eine Änderung des B-Plans Nr. 31 zur Wehr setzen, insbesondere hinsichtlich der Erweiterung des Gewerbegebiets in Richtung Süden. Das machte Thomas Maedge deutlich. Ein Bürgerentscheid zur Verhinderung der angestrebten Änderung des B-Plans sei nun das Ziel.

Aaron Pascheberg (Freie Wähler) rückte in die Gemeindevertretung nach. Der 22-Jährige nimmt den Platz von Sabine Beyer ein.

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