Nortorf : „Manchmal fühlt man sich wie ein Engel“

Blicken gespannt auf die Ehrenamtsmesse: Irma Mory und Renate Stange vom Nortorfer Senioren Besuchsdienst sowie die Gleichstellungsbeauftrage des Amtes Nortorfer Land Brigitte Oeltzen (von links).
Blicken gespannt auf die Ehrenamtsmesse: Irma Mory und Renate Stange vom Nortorfer Senioren Besuchsdienst sowie die Gleichstellungsbeauftrage des Amtes Nortorfer Land Brigitte Oeltzen (von links).

Amt Nortorfer Land veranstaltet erstmals eine Ehrenamtsmesse.

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30. Januar 2015, 06:00 Uhr

Man tut den Menschen etwas Gutes, aber auch sich selbst, sind sich Irma Mory und Renate Stange vom Nortorfer Senioren-Besuchsdienst sicher. Die beiden Frauen engagieren sich seit vier Jahren ehrenamtlich. Sie besuchen Senioren in den Wohnheimen, aber auch Zuhause, gehen mit ihnen spazieren, lesen ihnen etwas vor oder singen und spielen mit den Senioren. Rund 16 aktive Mitglieder hat der Besuchsdienst derzeit. „Aber es könnten gar nicht genug Ehrenamtliche sein“, betonen Mory und Stange.

Unter dem Motto „Es lebe die Vielfalt des Ehrenamtes“ veranstaltet das Amt Nortorfer Land deshalb erstmals eine Ehrenamtsmesse im Rathaus. Die Organisatoren sind die Gleichstellungsbeauftragte des Amtes Brigitte Oeltzen, Sinje Delphendahl vom Nortorfer Jugendtreff, Annekatrin Went vom Jugend- und Sozialdienst, Stephanie Tometten (Pflegestützpunkt Nortorf), Meike Jöhnk vom Sozialzentrum, Alfred Ziemer (Gemeinschaftsschule) sowie Bärbel Finn (Kulturausschuss der Gemeinde Bokel). Die Schirmherrschaft für der Veranstaltung hat Hans Kaack übernommen. Es sei wichtig, dass sich immer wieder möglichst viele Menschen dazu bereiterklären, sich unaufgefordert und uneigennützig zum Wohle der Allgemeinheit zu engagieren, betont der Amtsvorsteher in seinem Grußwort. Es sei gut, dass es Mitmenschen gibt, die sich nicht nur um sich selbst , sondern auch mit persönlichem Einsatz um andere kümmern, und die sich als Mitglied in einer Gemeinschaft verstehen, für die sie durch ihre Hilfe auch Verantwortung tragen.

Die Idee zu einer Ehrenamtsmesse kam während der letzten Sitzung des Sozialkuratoriums. Vertreter des Jugendamtes hatten die Bitte geäußert, für Kinder aus sozial schwachen Familien Paten zu finden, die sich ihrer annehmen, erklärt die Gleichstellungsbeauftragte des Amtes Brigitte Oeltzen. „Es kommt oft vor, dass Leute zu mir kommen und fragen, wie sie sich ehrenamtlich engagieren können. Ich zeige denen dann Optionen, aber dabei rauskommen tut meist nichts“, so Oeltzen weiter. „Da fehlt es an der richtigen Kommunikation. Der direkte Kontakt fehlt.“

Die Veranstaltung soll alle Vereine und Organisationen im Amt ansprechen, die ehrenamtliche Hilfe benötigen, aber auch die Menschen, die sich gern einbringen möchten. Für Irma Mory und Renate Stange sei es selbstverständlich sich freiwillig und undentgeldlich zu engagieren. „Die Arbeit gibt uns so viel zurück“, sind sich die Frauen einig. Es sei nicht nur ein Geben, sondern auch ein Nehmen. „Die Dankbarkeit springt den Besuchten förmlich aus den Augen“, beschreibt Renate Stange ihre Arbeit im Besuchsdienst. „Die Zufriedenheit der Senioren gibt einem so viel. So komisch das vielleicht klingen mag, aber manchmal fühlt man sich wie Engel“, so die pensionierte Grundschullehrerin weiter.

Die Ehrenamtsmesse verspricht ein breites Spektrum an Möglichkeiten. Deshalb auch das passende Motto: „Es lebe die Vielfalt des Ehrenamtes.“ Doch die Veranstaltung soll nur der erste Schritt sein. Eine Art soziale und kulturelle Anlaufstelle soll entstehen. Eine Stelle an der man sich nicht nur informieren kann, sondern die auch Fortbildungsmöglichkeiten in unterschiedlichen Bereichen aufzeigt oder bei der Dozenten zu bestimmten Themen aufgelistet sind.

Die Ehrenamtsmesse findet statt am Freitag, 27. Februar, von 16 bis 19 Uhr im Obergeschoss des Nortorfer Rathauses. Die Veranstaltung ist kostenfrei, es wird aber um einen kleinen Beitrag zur Beköstigung gebeten. Anmeldungen (bis zum 6. Februar) bei Brigitte Oelzen, Telefon 04392/4315, Email: boeltzen@swn-nett.de

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