zur Navigation springen
Landeszeitung

20. August 2017 | 13:53 Uhr

Man muss nur wollen

vom

Rader Brücke, Rendsburger Tunnel, Büdelsdorfer Hollerstraße, Osterrönfelder Ortsdurchfahrt - die gesamte Region ist zurzeit ein einziges Krisengebiet.

Es ist natürlich notwendig, darüber zu diskutieren, wie solche Situationen künftig vermieden werden können. Eine neue Brücke und die Nordumfahrung sind durchaus sinnvolle Vorschläge, die ins Spiel gebracht werden. Allerdings wird es auch beim besten Willen viele Jahre dauern, bis diese Projekte Wirklichkeit werden.

Jetzt geht es zunächst einmal darum, die täglichen Probleme zu meisten. Und das ist schwierig genug. Und oft scheitert es an Formalien: Rund vier Monate sind für die Sanierung der Brücke angesetzt. Könnte man diese Zeit nicht verkürzen, indem 24 Stunden rund um die Uhr gearbeitet wird? Im Prinzip ja, lautet die Antwort. Aber dann würde auf der Baustelle Licht benötigt. Und dieses Licht könnte die Schiffe blenden. Deshalb ist es aus Sicherheitsgründen verboten?

Noch ein Beispiel gefällig? Die Überlegungen, den Tunnel doch noch komplett zu öffnen, gehen weiter. Das Hauptproblem soll nicht Geld sein. Und auch nicht die Zeit, die zum Räumen der Baustelle uin der Oströhre benötigt wird. Es ist der Brandschutz. Den gibt es dort zurzeit nicht - und ohne ist eine Durchfahrt nicht gestattet.

Soll man solche Vorschriften nun ignorieren, damit der Verkehr besser fließt? Das kann nicht die Lösung des Problems sein. Es hat sich aber gezeigt, dass es durchaus Erleichterungen für die Region gibt, wenn alle Beteiligten es wollen - und sich nicht hinter Vorschriften, Bestimmungen und Ausreden verschanzen.

In Sachen Tunnel scheint das der Fall zu sein - erst war von mindestens zehn Wochen die Rede, jetzt sind es vier - und vielleicht wird demnächst ja auch noch ein provisorischer Brandschutz gefunden, der den Bestimmungen entspricht. Und vielleicht kann man auch eine Beleuchtung finden, die die Schifffahrt nicht blendet.

Es ist eine durchaus sinnvolle Idee, den Schwerlastverkehr aus Richtung Norden schon bei Jagel oder spätestens bei Owschlag Richtung B 77 und Kanaltunnel zu leiten. Dadurch würde die Büdelsdorfer Hollerstraße entlastet, wo sich die Menschen schon jetzt davor fürchten, die Straße irgendwann gar nicht mehr überqueren zu können - wenn die Polizei die Ampeln durchgängig auf grün stellt. So früh ableiten geht nicht, heißt die Antwort. Schließlich sei nur die Brücke gesperrt, nicht aber die Fahrt bis zur Anschlussstelle Büdelsdorf verboten.

Aber besondere Situationen erfordern besondere Maßnahmen. Man muss nur wollen. Und genügend Polizeikräfte zur Verfügung stellen, die diese undankbare Aufgabe erledigen.

zur Startseite

von
erstellt am 03.Aug.2013 | 05:59 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen