Job für die Sicherheit : Männer einsam am Gleis

Sperrung in Handarbeit: Der Bahnübergang in Haßmoor wird zurzeit durch Mitarbeiter der Bahn im Handbetrieb gesichert.
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Sperrung in Handarbeit: Der Bahnübergang in Haßmoor wird zurzeit durch Mitarbeiter der Bahn im Handbetrieb gesichert.

Der Bahnübergang Haßmoor wird wegen einer defekter Lichtzeichenanlage im Handbetrieb gesichert. Manfred Winter und seine Kollegen sind noch bis Dezember rund um die Uhr im Einsatz, damit Auto- und Treckerfahrer ungefährdet den Übergang passieren können. Da die Straße nur wenig befahren wird, handelt es sich um einen ziemlich einsamen Job.

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11. Oktober 2013, 06:00 Uhr

Einen einsamen Job für die Sicherheit haben Manfred Winter und seine Kollegen an der Bahnstrecke Rendsburg – Kiel. Als Bahnübergangsposten sperren sie zweimal in der Stunde den Bahnübergang Haßmoor. Weil die Lichtzeichenanlage Ende August mehrfach gestört war, sind seitdem Posten im Drei-Schicht-Dienst im Einsatz. Mit zwei Absperrbändern verhindern sie das Überfahren des Bahnübergangs, wenn sich ein Zug nähert. „Die Bahn rauscht hier mit Tempo 120 vorbei“, macht Winter das Gefahrenpotential deutlich.

„Aus Sicherheitsgründen setzen wir Bahnübergangsposten ein, obwohl die Lichtzeichenanlage funktioniert“, erklärte Sabine Brunkhorst, Pressesprecherin der Deutschen Bahn. „Aber weitere Störungen der Anlage sind nicht ausgeschlossen.“

Weil die für eine Reparatur der Lichtzeichenanlage benötigten Ersatzteile noch nicht geliefert wurden, werde es wohl noch bis Ende November dauern, bis die Anlage wieder sicher funktioniere, sagte Brunkhorst.

Bis dahin werden Manfred Winter und seine Kollegen zweimal in der Stunde den Übergang sperren, nachdem sie über den Zugmelderuf von den Fahrdienstleitern aus Rendsburg und Kiel informiert wurden. Und nach der Sperrung heißt es dann wieder „Warten auf den nächsten Zug.“

„Hier ist ja nicht viel los“, beschreibt Winter die Situation an der wenig befahrenen Straße. Mal kommt ein Traktor vorbei, mal ein Auto, aber meistens ist Ruhe. Bisher hat Manfred Winter die Wartezeit oft in seinem Pkw verbracht. „Das ist zum Glück jetzt vorbei“, freut sich der Husumer. Denn seine Firma hat einen Bauwagen mit Heizung und Sanitäranlage aufgestellt für die „Männer mit dem einsamen Job“.



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