Handball-Landesliga der Frauen : Lütjenburg/Dannau ist „lachender Erster“

Durchgesetzt: Alt Duvenstedts Jenny Kiehn kommt gegen die Preetzerinnen Mandy Windmüller (l.) und Julia Völtzke zum Wurf und erzielt einen Treffer beim 28:28 im Spitzenspiel.
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Durchgesetzt: Alt Duvenstedts Jenny Kiehn kommt gegen die Preetzerinnen Mandy Windmüller (l.) und Julia Völtzke zum Wurf und erzielt einen Treffer beim 28:28 im Spitzenspiel.

Durch das 28:28 im Spitzenspiel zwischen dem TSV Alt Duvenstedt und dem bisherigen Spitzenreiter Preetzer TSV sowie den eigenen 26:25-Erfolg bei der HSG Fockbek/Nübbel übernahm die SG Lütjenburg/Dannau die Tabellenführung.

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26. November 2013, 06:00 Uhr

Wenn zwei sich streiten, freut sich bekanntlich der Dritte. In diesem Fall war die SG Lütjenburg/Dannau sogar „lachender Erster“: Durch das 28:28 im Spitzenspiel zwischen dem TSV Alt Duvenstedt und dem bisherigen Spitzenreiter Preetzer TSV sowie dem eigenen 26:25-Erfolg bei der HSG Fockbek/Nübbel übernahm die SG die Tabellenführung in der Handball-Landesliga der Frauen. Am Tabellenende bleibt hingegen alles beim Alten. Der TSV Owschlag II wartet auch nach dem 8. Spieltag weiter auf den ersten Sieg. Gegen die SG Bordesholm/Brügge verlor das Schlusslicht in eigener Halle mit 23:27. Niederlagen gab es auch für die HSG Hamdorf/Breiholz (25:34 bei der HSG Mönkeberg/Schönkirchen) und die HSG Schülp/Westerrönfeld/RD (28:34 in Münsterdorf).

TSV Alt Duvenstedt – Preetzer TSV 28:28 (15:16)
So richtig wusste man nach dem Spiel beim TSV Alt Duvenstedt nicht, ob man trauern oder sich freuen sollte. „Da wir eine Minute vor dem Ende noch mit zwei Toren zurücklagen, sollten wir uns wohl freuen“, meinte TSV-Spielerin Finja Rathmann. Dabei sah es für die Gastgeberinnen zunächst recht gut aus. Bis auf 14:10 hatte sich der TSV abgesetzt, ehe der Faden riss und Preetz mit 16:15 zur Pause die Führung übernahm. Im zweiten Spielabschnitt hatten die Gäste stets eine leichte Führung inne und lagen kurz vor Schluss mit 28:26 vorn. Der TSV ging in der letzten Minute zur offenen Manndeckung über. Merle Thomsen und Britta Müller retteten durch couragierte Aktionen zumindest noch das Remis.

Tore für den TSV Alt Duvenstedt: J. König (6), F. König (5), Ramm (5), Drews (4), Müller (4), Thomsen (2), Rathmann und Kiehn (je 1).


HSG Fockbek/Nübbel – SG Lütjenburg/Dannau 25:26 (14:10)

Gegenüber den letzten Spielen war die HSG Fockbek/Nübbel nicht wiederzuerkennen. „Endlich wurde druckvoll gespielt. Kampf und Einsatzwillen stimmten. Leider nicht die Kondition“, musste HSG-Trainer Pierre Joppin in diesem Bereich Defizite feststellen. „Wir mussten immer wieder Pausen einlegen. Dadurch kam Lütjenburg/Dannau immer wieder heran.“ In der Schlussphase hatten die Gastgeberinnen dann auch noch Pech. Während die Gäste trafen, war bei den Würfen der HSG gleich vier Mal das Gebälk im Weg. Die SG ging beim 24:23 (51.) erstmals in Führung und ließ sie sich nicht mehr abnehmen.

Tore für die HSG Fockbek/Nübbel: Scheller (5), Shala (5), Schindlbeck (4), Witt (4), Benckwitz (4), Holling (2) und Tiedke (1).


TSV Owschlag II – SG Bordesholm/Brügge 23:27 (10:13)

„Ich denke, mit dieser Leistung haben wir einen Schritt nach vorne gemacht“, war Owschlags Trainer Sönke Marxen trotz der Niederlage nicht unzufrieden. „In der ersten Halbzeit haben wir noch ein paar technische Fehler zu viel gemacht“, so Marxen, der darin den Grund für die Gäste-Führung sah. Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit gelang dem TSV Owschlag ein 5:0-Lauf zum 15:13. Der Zwei-Tore-Vorsprung hielt bis zum 18:16 (45.). Beim 19:19 glich Bordesholm/Brügge aus und übernahm seinerseits beim 21:20 wieder die Führung. Die besser besetzte Bank gab dann in der Schlussphase den Ausschlag zu Gunsten der Gäste, die die Führung auf vier Tore ausbauten.

Tore für den TSV Owschlag II: Gehl (8), Zeiske (6), Willner (5), Nickel (2), Zelle und Lenz (je 1).


Münsterdorfer SV – HSG Schülp/W’feld/RD 34:28 (15:13)

Beide Mannschaften lieferten sich einen offenen Schlagabtausch. Beim 8:7 übernahmen die Gäste erstmals die Führung. „Doch danach haben wir zu viele Chancen liegen gelassen“, berichtete HSG-Coach Dany Jüschke, dessen Team bis zur Pause mit 13:15 in Rückstand geriet. Bis zum 19:21 blieb Schülp/Westerrönfeld/RD in Schlagdistanz, dann aber geriet die HSG aus dem Tritt und musste die Gastgeber mit fünf Toren davonziehen lassen. Auch die am Ende praktizierte offene Manndeckung konnte die Niederlage nicht mehr abwenden. „Unter dem Stricht fehlte uns in den entscheidenden Situationen die nötige Cleverness“, konstatierte Jüschke.

Tore für die HSG Schülp/Westerrönfeld/RD: Jöhnk (12/6), Wallmann-Sievers (4), Vogler (4), Krysik (4/1), Sienknecht (2/1), Laßen und Happach (je 1).


HSG Mönkeberg/Schönkirchen – HSG Hamdorf/Breiholz 34:25 (13:10)

Der Gastgeber gehört zu den stärksten Mannschaften der Liga. Das bekam die HSG Hamdorf/Breiholz deutlich zu spüren. „Wir haben zwar 45 Minuten lang die Partie ausgeglichen gestalten können, doch am Ende fehlte einfach die Kraft“, erklärte Gäste-Trainer Robert Wichmann. Im Gegensatz zu seinem Team war Mönkeberg/Schönkirchen auf allen Positionen doppelt gut besetzt. Ein Luxus, den sich Wichmann für sein Team auch einmal wünscht. Bis zum 15:17 (45.) hielt Hamdorf/Breiholz dagegen, musste dann die Gastgeber aber davonziehen lassen.

Tore für die HSG Hamdorf/Breiholz: Wichmann (10), Thöming (6), Peters (4), Kruse (3) und Gerdt (2).

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