Heute Premiere : Löwengebrüll unter der Zirkuskuppel

Ein eingespieltes Team: Dompteur Alexander Lacey und eine seiner Raubkatzen.
Ein eingespieltes Team: Dompteur Alexander Lacey und eine seiner Raubkatzen.

Charles Knie präsentiert Dompteur Alexander Lacey.

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03. Mai 2018, 08:57 Uhr

Rendsburg | „Ein spektakuläres Programm für die ganze Familie“: Mit diesem Slogan wirbt der Zirkus Charles Knie, der heute ab 16 Uhr auf dem Willy-Brandt-Platz in Rendsburg Premiere feiert. Insgesamt acht Aufführungen sind bis Sonntag geplant (siehe Kasten mit zusätzlichen Informationen). Der nach eigenen Angaben zweitgrößte in Deutschland reisende Zirkusbetrieb hat wieder tatkräftige internationale Unterstützung. Von Artisten über Tierlehrer, Clowns, Akrobaten, ein Live-Orchester bis hin zu Ballett-Künstlern ist alles dabei. Für Nervenkitzel sollen gefährliche Sprünge, Würfe, Salti und Pirouetten der Artisten sorgen. Höhepunkt sind der Dompteur Alexander Lacey und seine 14 Raubkatzen. „Diese Beziehung zwischen Mensch und Tier – das ist wirklich faszinierend“, sagt Zirkussprecher Patrick Adolph über den Star aus England.

Die Karriere von Alexander Lacey wurde mit zahlreichen Preisen gewürdigt. Besonders stolz ist der 42-Jährige auf seine Auszeichnung beim „Internationalen Circusfestival“ von Monte Carlo. Er war zwölf Jahre alt, als er sich zum ersten Mal in einen Käfig traute. Es war das erste Mal, dass er vor ausgewachsenen Raubtieren stand. Er war völlig erschrocken. „Die sehen außerhalb des Käfigs schon groß aus, aber im Käfig wirken sie gleich doppelt so groß“, sagt Lacey. Die Angst von damals ist für den 42-Jährigen heute kein Thema mehr. Der Grund: „Ich verbringe so viel Zeit mit den Tieren. Ich weiß, wenn sie in einer guten oder schlechten Verfassung sind.“ Entsprechend ist ihm bewusst, wann er den Käfig betreten darf und wann nicht und vor allem, was seine Tiere wollen und was nicht. „Sie verbringen ihr ganzes Leben mit mir. Von dem Moment an, wo sie ihre Augen zum ersten Mal öffnen, bis zu dem Moment, wo sie ihre Augen zum letzten Mal schließen, bin ich der Einzige, der mit ihnen arbeitet“, begründet der 42-Jährige die vertrauensvolle Basis.

Auf die Frage, warum man dem Zirkus unbedingt einen Besuch abstatten sollte, hat Sprecher Patrick Adolph die passende Antwort: „Weil man bei uns auf höchstem internationalen Niveau zweieinhalb Stunden seinen Alltag vergisst.“

Bevor am Sonntag die Finalrunde in Rendsburg eingeläutet wird, gibt es einen Erlebnistag: Am Sonnabend, 5. Mai, 11 bis 13 Uhr, sind dann alle großen und kleinen Zirkusfreunde eingeladen, hinter die Kulissen zu blicken. Höhepunkt werden die kommentierten Raubtierproben von Alexander Lacey sein. Neben Mitmachaktionen lädt der Zirkus auch zu gemütlichen Gesprächen mit Mitarbeitern und Artisten ein.

Übersicht und Infos zum Zirkus Charles Knie

Der Zirkus Charles Knie gastiert vom heutigen Donnerstag, 3. Mai, bis Sonntag, 6. Mai, auf dem Willy-Brandt-Platz in Rendsburg.
Aufführungen täglich ab 16 und ab 19.30 Uhr, Sonntag ab 11 und um 15 Uhr
Übersicht der Preise:

1. Loge: 33 Euro (ermäßigt 28 Euro), 2. Loge 31 Euro (ermäßigt 26 Euro), Tribüne: 26 Euro (ermäßigt 21 Euro) und Rang: 15 Euro (ermäßigt 10 Euro),
Kinder unter drei Jahren

haben freien Eintritt.
Ermäßigter Preis ist gültig für Kinder, Schüler, Rentner und Schwerbehinderte (mit Ausweis)
Tickets und weitere Infos

unter www.zirkus-charles-knie.de und unter Telefon 0171 / 9462456.

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