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Grossfeuer in Prinzenmoor : Löschwasser-Transport vom LTG-Tanker

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Großeinsatz bei Brand auf einem Bauernhof verhindert Schlimmeres. Das Übergreifen auf benachbarte Gebäude konnte verhindert werden. Zehn von 50 Kälber fielen dem Feuer zum Opfer.

shz.de von
erstellt am 14.Okt.2013 | 05:45 Uhr

Am Freitagabend zogen die kleinen Prinzenmoorer mit ihren bunten Laternen auf Einladung der Feuerwehr Prinzenmoor durch das Dorf. Am Sonnabendmorgen kurz vor 2 Uhr stand eine Flammenwand in der Dorfstraße, die den Einsatz von rund 100 Feuerwehrleuten erforderte: Heftige Windböen fachten das Feuer in einem Hofgebäude immer wieder an.

Zehn der im Stall untergebrachten 50 Kälber kamen zu Tode oder mussten von einem Tierarzt an Ort und Stelle wegen ihrer Brandverletzungen eingeschläfert werden. Der Gesamtschaden wird laut Polizeibericht auf eine halbe Million Euro geschätzt. Menschen wurden nicht verletzt. Das Stallgebäude war nicht mehr zu retten, Geräte – darunter auch der Melkstand für die 100 Kühe des Landwirts – wurden zerstört.

Ein Nachbar des betroffenen Landwirts hatte am Sonnabend um 1.45 Uhr Alarm gegeben. Das 80 mal 25 Meter große Wirtschaftsgebäude in der Dorfstraße stand schon in hellen Flammen, als die Aktiven der Feuerwehr Sophienhamm eintrafen. Das Dach drohte bereits einzustürzen. Den Feuerwehrleuten gelang es, ein Teil der Tiere aus dem Gefahrenbereich herauszubringen und das Wohnhaus mit Löschwasser gegen das Übergreifen der Flammen zu schützen.

Durch starken Funkenflug waren weitere Häuser des eng bebauten Dorfteils gefährdet. Eine große Feuerwehr-Gemeinschaftsaktion unter Einsatzleitung des Kreisfeuerwehrverbandes sorgte dann dafür, dass der Brand sich nicht ausweitete.

Neben dem starken Sturm verlangte ein anderes Problem schnelles und unkonventionelles Handeln. Nur eine Wasserleitung, die bei weitem nicht für den notwendigen Löschangriff ausgelegt war, stand zur Verfügung. Da konnten die Kollegen der Flugplatzfeuerwehr des LTG 63 mit ihrem Super-Löschfahrzeug aushelfen: 12.000 Liter fasst der Wassertank.

Jedoch gab es keine Chance mit dem großen, gewichtigen Großgerät an die brennende Scheune heranzukommen. „Die Dorfstraße ist zu schmal für das Fahrzeug“, berichtete Jürgen Beyer, Pressesprecher des Kreisfeuerwehrverbandes, „auch auf den Hofplatz hätte es gar nicht kommen können.“ Das Riesenproblem lösten die Feuerwehren mit einem Pendelverkehr: Die beiden Löschfahrzeuge aus Rendsburg übernahmen den Wassertransport vom LTG-Tanker zum Brandort im Wechsel.

Die Löscharbeiten dauerten bis gestern Vormittag an, bis in den Abend hinein wurde die Brandstelle regelmäßig kontrolliert. Über die Ursache konnte die Polizei am Sonntag noch keine Angaben machen. Die Kripo hat die Ermittlungen aufgenommen. Der Brandort wurde beschlagnahmt.

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