Löcher-Krake Flug-Körper Wiesn-Boom

Auch Tauben werden in Barmstedt zu sehen sein.
Auch Tauben werden in Barmstedt zu sehen sein.

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14. September 2018, 15:44 Uhr

 Die Schafskälte liegt hinter uns. Mit den derzeit milderen Temperaturen steigen die Aussichten auf viele Besucher im Tierpark Arche Warder. Dort wird morgen der Landschaf-Tag gefeiert. Die Wolllieferanten verfügen über erstaunliche Fähigkeiten: Sie können Gesichter unterscheiden und im Gedächtnis behalten – 50 verschiedene über zwei Jahre. Erstaunliche Fakten aus dem Tierreich liefert auch die Löcherkrake durch rekordverdächtige Größenunterschiede. Das Weibchen wird bis zu zwei Meter groß und zehn Kilogramm schwer, das Männchen erreicht dagegen nur drei Zentimeter Länge und ein Viertel Gramm Gewicht. Somit ist das Weibchen bis zu 40  000 Mal schwerer. Die Paarung überlebt das Männchen übrigens nicht.

Die „Brummelbiene“ wird zu einem Wahrzeichen mitten im Ort: In Hohn soll eine ausgemusterte Transall dauerhaft ausgestellt werden. Doch woher haben die Flugzeuge ihren Spitznamen? Die Bezeichnung bezieht sich auf das Wappen des Lufttransportgeschwaders 63, auf dem eine Hummel abgebildet ist. Da so eine Maschine aber eher „brummelt“ als „hummelt“ und in puncto Fleiß eher einer Biene ähnelt, wurde sie „Brummelbiene“ getauft. Diese Wortschöpfung ist ebenso liebevoll wie prägnant – im Gegensatz zu einer Formulierung des Schweizer Militärs. Die Eidgenossen nannten ihre mittlerweile abgeschafften Brieftauben „selbstreproduzierender Kleinflugkörper auf biologischer Basis mit fest programmierter automatischer Rückkehr aus allen beliebigen Richtungen und Distanzen.“

Nüchtern betrachtet ist der Trend widersprüchlich: Bayerisches Brauchtum boomt im hohen Norden. In zahlreichen Orten der Region werden Oktoberfeste anberaumt, die sich an dem berühmten Münchner Original orientieren. Die Gäste hoffen auf eine zünftige Gaudi. Allerdings sollten die Besucher auf ihre persönlichen Gegenstände achten. Denn im echten Wiesn-Fundbüro sammeln sich pro Saison über 4000 Dinge an. Neben Brillen, Taschen und Handys wurden im vergangenen Jahr auch Stilettos, Hörgeräte sowie Gebisse abgegeben – und eine Krankmeldung für die gesamte Wiesn-Dauer.

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