Gnutz : Lob, ein Ständchen und ein Sprudelstein

Überraschung der Gäste für ihren Dorf-„Chef“
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Überraschung der Gäste für ihren Dorf-„Chef“

25 Jahre: Dienstjubiläum von Bürgermeister Markus Mehrens gefeiert

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02. Oktober 2018, 15:00 Uhr

Seit 25 Jahren lenkt Markus Mehrens die Geschicke der Gemeinde. Dabei wollte er anfangs den Posten des Bürgermeisters gar nicht so recht haben. Er ließ sich überreden und nun veranstalteten die Gnutzer eine Überraschungsfeier zum Dienstjubiläum. So ganz ist die Überraschung nicht gelungen, denn dem Bürgermeister bleibt in seinem Dorf nichts lange verborgen.

„Die Überraschung wäre euch fast gelungen, aber dafür bin ich wohl zu viel im Dorf unterwegs“, meinte Markus Mehrens. Jedoch freue er sich trotzdem riesig über die Feier. Angefangen hatte die Ehrung mit einem kleinen Ständchen der Kindergartenkinder. Anschließen übergaben die Gäste dem Bürgermeister einen Strudelstein für eine Brunnenanlage aus der Eiffel. Im kommenden Jahr will Markus Mehrens mit seiner Frau Renate den heimischen Garten neu gestalten.

Landrat Rolf-Oliver Schwemer lobte die gute Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister. Er sei immer ein ruhiger und besonnener Gesprächspartner. Neben dem Bürgermeisteramt sei er bereits seit 36 Jahren in der Gemeindevertretung. Weiterhin ist Mehrens seit zehn Jahren im Beirat für Naturschutz, einem Gremium, das dem Landrat in Naturschutzfragen zur Seite steht.

Markus Mehrens wollte den etwa 60 Gästen nicht zu viele Geschichten aus seineer Amtszeit erzählen, doch eine Episode war ihm gut in Erinnerung geblieben. Am 1. Oktober 1993 hatte er das Amt von seinem Onkel Klaudius Mehrens übernommen. Sein erster Termin führte ihn zum 80. Geburtstag von Else Fechner. Die Dame sei blind gewesen. So kam er auf der Feier an und bekam sofort zu hören, dass er sich nicht nach dem Bürgermeister anhöre. Er sei zu jung. Mehrens musste erst einmal erläutern, dass er gerade erst neu gewählt worden sei. Nachdem die Jubilarin das akzeptiert hatte, sagte sie, dass sie einen so jungen Bürgermeister ja nicht mit „Herr Bürgermeister“ ansprechen müsse. Da meinte Mehrens, dass es für ihn völlig in Ordnung sei, wenn sie ihn mit Markus anspreche. Im Gegenzug, sagte Mehrens, dass er sie dann aber auch Tante Else nennen muss. Und so blieb es über viele Jahre und weitere Jubiläen. „So ein Ereignis bleibt einfach in Erinnerung“, sagte der Bürgermeister.

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