Kreatives Projekt : Liederbuch aus Kinderhand

Die kleinen Buchdrucker betrachten eingehend jede Seite des selbst hergestellten Buches.
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Die kleinen Buchdrucker betrachten eingehend jede Seite des selbst hergestellten Buches.

Mädchen und Jungen der Schule Mastbrook produzieren im Druckmuseum ein eigenes Werk.

shz.de von
02. Juli 2018, 10:23 Uhr

Rendsburg | Lisa Tesch mag das Dschungelbuch, ihre Freundin Jule Köhler begeistert sich für das Lied „Wenn der Elefant in die Disco geht“. Das Thema des diesjährigen Buchprojektes der Schule Mastbrook lautete „Mein Lieblingslied“. Insgesamt 18 Kinder nahmen daran teil und haben sich seit Januar jeden Donnerstag nach dem reguären Unterricht von 14 bis 16 Uhr im Druckmuseum getroffen. Das Ergebnis: ein eigenes Buch.

Zunächst waren viele recht skeptisch wegen der Aufgabenstellung und des Ortes, aber nach und nach überwog einfach der Spaß, etwas Eigenes herstellen zu dürfen. Auch nach vielen Jahren würden die Schüler noch etwas in der Hand haben und könnten sich an dieses einzigartige Projekt ihrer Schulzeit zurückerinnern, so der Museumsleiter der Rendsburger Museen Dr. Martin Westphal bei der Begrüßung der Kinder zur Übergabe. „Jeder von euch kann echt stolz auf seine Leistung sein!“

Die Grundschüler gestalteten unter der Anleitung von Museumspädagogin Kirsten Fuchs, Künstlerin Christin Karbaum sowie Druckern und Setzern jeweils eine Seite ihres eigenen Buches. Die Drittklässler erlernten das Setzen und Drucken des eigenen Textes sowie die Technik des Linolschnitts, um ihren Text bildlich zu illustrieren. Lisa hat dafür einen Affen und die Schlange Kaa in einem Baum dargestellt, rechts daneben befinden sich Dschungelkind Mogli und Balu, der Bär. Jule stellte ihr Elefanten-Lied mit Zuschauern dar, die dem Elefanten zuschauen, der auf einer Bühne tanz.

Rektor Detlef Vogel machte bei der feierlichen Übergabe der Bücher an die stolzen Kinder deutlich, dass seine Schule seit einigen Jahren immer wieder Projekte im Bereich Kultur, Theater oder Kunst realisiert. Das Projekt wurde nicht über den städtischen Haushalt finanziert sondern vom „Förderverein für die Museen im Kulturzentrum“.

Die „Bürgerstiftung Region Rendsburg“ knüpfte außerdem Verbindungen zur „Pflege Lebensnah“. Die Busse des Pflege- und Betreuungsdienstes werden tagsüber selten benötigt und konnten daher für die Fahrten der Kinder von ihrer Schule zum Museum und zurück genutzt werden. Auch diese Art der Hilfe war laut Vogel sehr wertvoll für das Gelingen dieses besonderen Projektes. Die Wiederauflage im kommenden Jahr ist jedenfalls garantiert.

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