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Lieber schlank als voluminös: Nordmanntanne der Renner

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Der Trend geht weg vom großen Weihnachtsbaum / Wer Auswahl haben möchte, sollte sich beeilen

shz.de von
erstellt am 18.Dez.2013 | 08:00 Uhr

Erst wird geschnackt, dann gefachsimpelt, wird gehandelt – und anschließend trägt Herbert Richter die gut verpackte 1,85-Meter-Nordmanntanne zum Auto. Der Rendsburger suchte sich gestern gemeinsam mit seiner Frau Karin den Weihnachtsbaum aus, der nun zum Fest bei den Richters in der Parksiedlung für die passende Atmosphäre sorgen wird.

Seit dem 10. Dezember steht Helmut Stemmann aus Grauel neben Edeka Hauschildt an der Konrad-Adenauer-Straße und bringt Nordmanntannen und Blaufichten an den Mann und die Frau. „Am Anfang war es eher ruhig, erst jetzt am Sonnabend ging es so richtig los“, berichtet Stemmann, der im vierten Jahr an Ort und Stelle steht, die Richters kauften auch in den vergangenen Jahren bereits bei ihm. „Heute ist es trocken, da war die Gelegenheit für uns günstig“, erklärt Karin Richter.

Noch, so Stemmann, sei die Auswahl bei ihm „sehr gut“, doch zu viel Zeit sollten sich die Leute nicht mehr lassen. Mit einem größeren Ansturm rechnet er gegen Ende dieser Woche. 18 Euro kostet bei ihm der Meter Nordmanntanne. Der Trend gehe hin zum etwas kleineren Baum. Größere Exemplare, vermutet Stemmann, könnten sich viele schlichtweg nicht mehr leisten.

Beim Streifzug durch Rendsburg und Umgebung fällt einem so mancher Baumverkauf ins Auge. Auch in Baumärkten und sogar an der einen oder anderen Tankstelle gibt es die Christbäume in verschiedener Größe und Qualität. Dementsprechend variieren auch die Preise. Auf dem Hof von Familie Eggers am Klamper Weg in Fockbek beispielsweise kostet der Meter Nordmanntanne 15 Euro, auch Fichten sind im Angebot. Klaus Eggers liegt jedes einzelne Exemplar am Herzen. „Jeder Baum will geliebt werden“, sagt er und blickt dabei schon beinahe wehmütig auf einen Baum, bei dem sich zwei sich gegenseitig umschlingende Spitzen ausgebildet haben: „Also wenn das nicht Liebe ist“, sagt er und wundert sich, dass dieser Baum noch nicht verkauft wurde: „Wenn ihn keiner haben will, dann nehme ich ihn.“ Er hat beobachtet, dass die Kunden vermehrt auf schlanke Bäume setzen. Seit vielen Jahren verkauft Eggers, der auch eine stattliche Sammlung an Tannenbaumfüßen präsentiert, Weihnachtsbäume – teilweise aus eigenem Bestand. Hinter dem Haus schauen bereits potenzielle Christbäume 2018 aus dem Boden.

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