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Timmaspe : Licht am Rad senkt die Unfallgefahr

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Nortorfer Polizei prüft Verkehrssicherheit der Fahrräder an den Schulen. Kontrollen im Herbst sind ein Schwerpunkt im gesamten Kreis.

Stolz schiebt Merle ihr lila funkelndes und vor allem verkehrssicheres Fahrrad in den Fahrradständer. Licht, Bremsen, Reflektoren – alles ist vorhanden und funktioniert. Dafür gibt’s von Torben Beutling den Sticker der Landesverkehrswacht mit dem Aufdruck „Geprüft!“. „Welche Farbe möchtest du denn“, fragt der Polizist, „grün oder gelb?“„Grün“, antwortet Merle schüchtern und bedankt sich für den tollen Aufkleber. Gestern morgen waren Beutling und sein Kollege Rüdiger Ahrens an der Timmasper Grundschule und prüften die Drahtesel der Schüler auf ihre Verkehrssicherheit. Fazit: „Eine sehr vorbildliche Schule mit vorbildlichen Kindern“, so Ahrens. Nur zwei der elf geprüften Räder hatten kleine Mängel.

Im vergangenen Jahr gab es rund 271 Unfälle im Kreis Rendsburg-Eckernförde, an denen Radfahrer beteiligt waren. Das sind gut zwölf Prozent weniger als noch 2012. Trotz des Rückgangs kontrolliert die Polizei gerade jetzt die Verkehrssicherheit der Räder. „Das ist ein Schwerpunkt in der dunklen Jahreszeit“, bestätigt Rainer Wetzel von der Polizeidirektion Neumünster.

Bereits in der vergangenen Woche veranstaltete die Nortorfer Polizei gemeinsam mit der für die Verkehrssicherheit zuständigen Lehrerin an der Gemeinschaftsschule eine Fahrradkontrolle. „Fast jedes zweite Fahrrad wies dabei erhebliche Mängel auf“, berichtet Rüdiger Ahrens. Bei vielen Rädern teilweise sogar in mehrfacher Form. „Dabei ist es zu dieser dunklen Jahreszeit besonders wichtig mit einem verkehrssicheren Rad zu fahren“, betont der Polizist. Vor allem intaktes Licht an Vorder- und Hinterrad ist notwendig. „Man muss sehen und gesehen werden.“ Rund 40 Schüler der Klassenstufen fünf bis elf erhielten Elternbriefe, um die Mängelbeseitigung zu gewährleisten. Binnen zwei Wochen muss die Reparatur nachgewiesen werden, ansonsten wird ein Bußgeld in Höhe von 20 Euro verhängt.

„Die Mängel über nicht vorhandenes Licht werden in der Tat weniger“, erläutert Ahrens. „Die typischen Dynamos gibt es nur noch selten. Nabendynamos kommen immer häufiger vor. Die sind meist nicht nur zuverlässiger, auch Licht am Tag ist von Vorteil.“ Seit August 2013 sind auch geänderte Beleuchtungsvorschriften für Fahrräder in Kraft getreten. Danach ist alternativ zum Dynamo auch eine Batteriebeleuchtung zulässig.

Wird die Zahl der Radfahrer ohne Licht geringer, senkt sich auch automatisch die Unfallgefahr. Reflektoren in den Speichen werden häufig durch Reifen ersetzt, die am kompletten Mantel entlang eingebaute Lichtstreifen haben und auffälliger seien, als normale Reflektoren. Die höheren Standards neuer Fahrräder tragen also ebenso zur Senkung der Gefahren bei.

Besonders die Sicherheit der Schüler steht für Rüdiger Ahrens und Torben Beutling an erster Stelle. Pflicht sind diese Fahrradkontrollen nicht, „aber sie haben für uns einen präventiven Aspekt“, erläutert Ahrens. Kindern werde so frühzeitig aufgezeigt, was sie zu beachten haben. Eine wesentliche Rolle spielen dabei auch die Eltern, die „eine wichtige Vorbildfunktion übernehmen“. Fahren diese ohne Licht, sieht es bei den Kindern oft nicht anders aus. Für Katja Krause – gestern selbst mit verkehrssicherem Rad unterwegs – steht die Sicherheit ihrer Kinder ebenfalls an erster Stelle. Neben der Kontrolle des Rades werden auch die Helme regelmäßig erneuert. „Früher hat unser Sohn Ben noch die alten Helme seines großen Bruders aufgetragen“, berichtet die Mutter. Doch seit einem Bericht über sichere Ausrüstung werde lieber einmal mehr investiert. Der siebenjährige Ben hat den Fahrrad-Check bei Rüdiger Ahrens bestanden. Auch für ihn gibt es einen „Geprüft!“-Aufkleber. In den kommenden Tagen finden noch Kontrollen in Bargstedt, Groß Vollstedt und Langwedel statt.


 

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erstellt am 19.Nov.2014 | 06:00 Uhr

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