Hohn : Letzter Wachwechsel beim Transall-Geschwader

Vor einer Transall: der neue Kommodore Oberstleutnant Markus Kleinbauer (links) und sein Vorgänger Oberst Hartmut Zitzewitz (rechts). In der Mitte: Brigadegeneral Dr. Jan Kuebart.  Fotos: Becker
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Vor einer Transall: der neue Kommodore Oberstleutnant Markus Kleinbauer (links) und sein Vorgänger Oberst Hartmut Zitzewitz (rechts). In der Mitte: Brigadegeneral Dr. Jan Kuebart. Fotos: Becker

Oberstleutnant Markus Kleinbauer wird neuer Kommodore und damit Nachfolger von Hartmut Zitzewitz.

shz.de von
22. Oktober 2018, 20:08 Uhr

Das Lufttransportgeschwader 63 in Hohn ist die einzige verbliebene Einheit der Bundeswehr, die noch mit Maschinen des Typs Transall ausgestattet ist. Gestern bekamen die 520 Soldaten und 120 Zivilangestellten zum letzten Mal einen neuen Chef. Dafür reiste eigens der Kommandeur der Fliegenden Verbände an. Brigadegeneral Dr. Jan Kuebart verabschiedete den langjährigen Kommodore, Oberst Hartmut Zitzewitz (57), und verpflichtete dessen Nachfolger, Oberstleutnant Markus Kleinbauer (48). Dessen Hauptaufgabe wird es sein, das Geschwader bis zur geplanten Auflösung im Jahr 2021 einsatzbereit zu halten.

250 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Verbänden verfolgten die Zeremonie. „Das zeigt die ausgezeichnete Integration dieses Verbandes hier in der Region“, sagte Kuebart. Maßgeblich dazu beigetragen hat nach den Worten des Generals der scheidende Kommodore. Zitzewitz war seit dem 19. Juni 2012 Chef des LTG. Dabei habe er über den dienstlichen Auftrag hinaus die Zusammenarbeit mit den umliegenden Gemeinden, der Stadt und dem Kreis gepflegt.

In Zitzewitz’ Amtszeit fallen besondere militärische Einsätze. Kuebart nannte den Aufbau des Lufttransportstützpunktes Dakar im Senegal und den Transall-Einsatz in Mazar-e Sharif. Zitzewitz war es, der als Kommodore die letzte Bundeswehr-Transall von Afghanistan nach Deutschland überführte. „Diese und noch viele weitere Aufgaben haben Sie mit Ihrem Geschwader bravourös gemeistert“, sagte der General.

Der neue LTG-Chef Kleinbauer hat eine zweiwöchige Einweisung in seine künftigen Aufgaben bekommen. Seitdem wisse er, „mit welcher Motivation hier gearbeitet wird“. Eine wichtige Aufgabe werde es sein, für das Personal nach dem Ende des LTG neue Posten zu finden. Das wolle er eng begleiten und mit der Personalführung so früh als möglich Lösungen finden.

Hartmut Zitzewitz dankte in seiner letzten Rede als Kommodore allen LTG-Angehörigen für ihr Engagement und ihre Loyalität, insbesondere seinem Stellvertreter, Oberstleutnant Thies Voigt. Der Erfolg des Geschwaders sei auf das gesamte Team zurückzuführen. Die Position in Hohn werde er „als die schönste meiner Dienstzeit in Erinnerung behalten“. Er gehe mit zwei weinenden Augen. Zitzewitz wechselt nach Kalkar zum Zentrum Luftoperationen der Bundeswehr.

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