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Jahrestag : Lesespaß, den sich jeder leisten kann

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Heute ist in ganz Deutschland der „Tag der Bibliotheken“. Allein in Rendsburg stehen 64 000 Medien zur Auswahl – von der „Bravo“ bis zum Bestseller-Roman.

Wer liest, taucht ein in andere Welten. Bibliotheken und Büchereien spielen dabei eine wichtige Rolle, denn sie machen einen großen Bücherfundus für die Gesellschaft erst zugänglich. Um die Bedeutung der Ausleihzentren hervorzuheben, wurde der heutige Freitag, 24. Oktober, bundesweit zum „Tag der Bibliotheken“ ausgerufen.

Im Raum Rendsburg stehen zwei Büchereien zur Verfügung: eine im Kulturzentrum im Hohen Arsenal und eine in Büdelsdorf. Zwischen beiden Stadtbüchereien besteht seit sieben Jahren eine Kooperation. Die Rendsburger Bibliothek ist deutlich größer als die in der Nachbarstadt. Insgesamt 64 000 Medien werden auf 1800 Quadratmetern angeboten. In vier Räumen, über zwei Etagen verteilt, finden sich neben Zeitungen und Zeitschriften die Bereiche Sachbücher, Belletristik, Comics, Kinder- sowie Jugendliteratur.

2014 ist für die Stadtbücherei ein besonderes Jahr, denn sie begeht ein Jubiläum: Seit 25 Jahren können Rendsburger im Hohen Arsenal Bücher ausleihen. Zuvor war die Bibliothek im Niederen Arsenal angesiedelt, auf deutlich kleinerer Fläche. Die wohl größte Veränderung in der Geschichte der Rendsburger Stadtbücherei gab es 1962, berichtet die Leiterin Deike Neumärker. Denn ab diesem Jahr war es für Besucher möglich, selber in den Regalen nach Büchern zu suchen – der sogenannte Freihandbereich wurde eingeführt. Zuvor gab es ein Magazin, aus dem die Mitarbeiter nur auf Nachfrage die Werke hervorholten. „Das Stöbern hat früher total gefehlt. Man konnte nicht zufällig auf ein interessantes Werk stoßen“, so die Leiterin.

Es sind aber längst nicht nur Bücher, die man in der Stadtbücherei ausleihen kann. Zum Angebot gehören auch Gesellschaftsspiele, Hörbücher, Filme, CDs oder Computerspiele. Neu und sehr beliebt sind auch die E-Books, elektronische Bücher.

Einen typischen Besucher gibt es laut Neumärker nicht. Morgens kommen Stammgäste, um die Tageszeitungen zu lesen. Am Sonnabend sind besonders viele Familien da. „Viele kommen auch einfach nur hierher, um sich zu unterhalten“, berichtet die Leiterin.

Um auch vermehrt Jugendliche anzusprechen, gibt es für diese eine extra Leseecke, ausgestattet mit Sitzsäcken und auch der „Bravo“. Dass junge Menschen heutzutage weniger lesen, kann Neumärker nicht bestätigen. Aktuell ist der US-Roman „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ absolut angesagt. Und Vampirbücher seien seit der Twilight-Saga nach wie vor ein Hit. „Und das nicht nur bei den Jugendlichen, auch Erwachsene mögen die Vampirgeschichten.“ Aktuell sei aber auch Sience-Fiction wieder im Kommen. Es gebe sogar schon Star Wars Bücher für kleine Kinder. Krimis erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit, besonders die regionalen Werke haben es den Lesern angetan. Neben Außerirdischen, Blutsaugern und Morden hinterm Deich gesellt sich veganes Essen in die Reihe der Bücher-Trends. „Bei den Sachbüchern ist das der Renner.“

Und was liest die Leiterin selbst gern? Auf einen Titel mag sie sich nicht festlegen. Das Faszinierende am Lesen aber beschreibt sie genau: „Wenn man ein Buch erwischt, das man nicht mehr aus der Hand legen kann, bei dem man traurig ist, wenn es zu Ende ist – das ist ein einzigartiges Gefühl.“

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