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Leihgebühren : Leseratten müssen künftig zahlen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Stadt führt Benutzungsgebühren für die Stadtbücherei ein. Damit wird ein Plus von 11250 Euro erwartet. Befreit von der Gebühr sind Kinder, Jugendliche, Studenten und Bezieher von Sozialleistungen.

„Sollen wir Beiträge für die Stadtbücherei nehmen oder nicht?“ – mit dieser Frage beschäftigten sich am Dienstagabend die Stadtverordneten in ihrer Sitzung. Mit zehn zu fünf Stimmen wurde letztlich eine Neufassung der Benutzungs- und Gebührensatzung erlassen. Bereits in den zuständigen Ausschüssen sorgte das Thema für Diskussionsbedarf.

Während die SPD-Fraktion das Bezahlen von Mitgliedschaftsbeiträgen kategorisch ablehnte, sprachen sich die restlichen Fraktionen dafür aus. Angelika Bretschneider (Bündnis ’90/Die Grünen), Vorsitzende des Finanzausschusses, sagte: „Aufgrund unseres Haushaltes sollten wir dafür stimmen.“ Denn die Einführung würde jährlich rund 11 250 Euro mehr in die Kassen der Stadt spülen. Vorgesehen sind zehn Euro für Erwachsene pro Jahr, 15 Euro für Familien. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre, Studenten sowie Hartz-IV-Empfänger und Bürger, die andere soziale Leistungen beziehen bleiben weiterhin von einer Gebührennutzung befreit. Willi Gronewald (SPD) lehnte diesen Beitrag ab: „Bücher vermitteln Wissen. Und Bildung sollte nichts kosten, die Erhöhung lehnen wir daher ab.“ Trotz angespannter Haushaltslage plädierte er dafür, davon abzusehen, und lieber an anderen Ecken zu sparen. Joachim Konietzko (CDU) unterstützte diese Ansicht nicht: „15 Euro im Jahr sind vollkommen legitim und nicht unsozial. Es lohnt sich eigentlich gar nicht darüber zu diskutieren. Wir sind einige der wenigen Gemeinden, die noch eine eigene Bücherei führen mit einer Vollzeitkraft, die unglaublich aktiv ist.“ Zwar seien die 15 Euro pro Jahr überschaubar, jedoch fehle jungen Familien auch dieses Geld, schließlich summieren sich auch kleinere Beträge zu einer größeren Summe, erwiderte Willi Gronewald.

Horst Krebs fordert die Bürger zudem auf, ihren Müll nicht länger unachtsam wegzuwerfen, sondern ordnungsgemäß zu entsorgen. Der Bauhof habe mit ihm Kontakt aufgenommen und das Problem geschildet. „Derzeit wird wie wild Müll abgelegt“, bedauerte Krebs.

Der 1. Nachtragshaushalt wurde genehmigt, allerdings merkte Ralf Jörs (FDP) an, dass der Kostenpunkt für die ungenutzte Hugo-Syring-Schule zu teuer sei. Er plädiere dafür, das Gebäude zu verkaufen. „Die Einnahmen kann die Stadt gut gebrauchen“, stellte Jörs fest. Das geplante KuNo (Kulturzentrum Nortorf, wir berichteten) solle man aufgeben oder andernorts verwirklichen. Horst Krebs versicherte, dass die Stadt nächste Woche bezüglich der Hugo-Syring-Schule einen Termin beim Innenministerium habe und dass die Zukunft der Räumlichkeiten weiter thematisiert werden, eine endgültige Entscheidung aber noch nicht getroffen sei.

Von den rund 28 Spiel- und Bolzplätzen in Nortorf werden einige aufgewertet, der Spielplatz Am Katzenstieg und in der Großen Mühlenstraße Straße jedoch aufgrund mangelnden Interesses gekündigt. Dafür soll in der Innenstadt, nahe der Kirche bald ein neuer, moderner Spielplatz entstehen. Auch wenn die vorhandenen Plätze regelmäßig vom Bauhof und TÜV begutachtet werden, so forderte Willi Gronewald die Bürger auf, Schäden oder ähnliches der Stadt unverzüglich zu melden, so dass die Sicherheit stets gewährleistet ist.

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erstellt am 24.Okt.2013 | 06:00 Uhr

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