1. Basketball-Regionalliga : Lehrstunde mit Ansage

Kaum einmal konnten sich die Twisters um Eric Kibi (links) gegen die Gäste aus Wolfenbüttel mit Marcel Schwarz durchsetzen.
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Kaum einmal konnten sich die Twisters um Eric Kibi (links) gegen die Gäste aus Wolfenbüttel mit Marcel Schwarz durchsetzen.

Die Rendsburg Twisters sind dem Spitzenreiter aus Wolfenbüttel beim 58:98 in allen Belangen unterlegen.

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26. Januar 2015, 05:33 Uhr

Das Wunder – und nichts anderes wäre ein Sieg der Rendsburg Twisters gegen den MTV Herzöge Wolfenbüttel gewesen – blieb aus. Stattdessen erteilte der Tabellenführer der 1. Basketball-Regionalliga dem Team von Trainer Bjarne Homfeldt eine Lehrstunde und gewann deutlich mit 98:58 (30:14, 54:33, 75:48).

Rendsburgs Coach konnte gar nicht anders, als den Auftritt des Gegners in den höchsten Tönen zu loben: „Das war eine Lehrstunde für uns. Das muss man ganz klar sagen. Sie waren sogar noch besser als ich es erwartet hatte.“ Homfeldt zog die Qualität des MTV als Paradebeispiel für die Zukunft seiner Mannschaft heran. „Wolfenbüttel ist dort, wo wir einmal hinwollen“, sagte er. Lediglich in der Anfangsphase des Spiels durfte man die Hoffnung haben, dass die Twisters den Titelanwärter ärgern könnten. Die Gäste vergaben ihre ersten Wurfmöglichkeiten und die Twisters führten nach etwas mehr als drei Minuten mit 3:2. Ein Strohfeuer, das in der Folge insbesondere Spielertrainer Demetrius Ward und Nikolas Skouen im Keim erstickten. Ward lenkte das Spiel des MTV mit einer bemerkenswerten Leichtigkeit und steuerte neben seinen 15 Punkten zehn Assists bei. Die Bezeichnung Scharfschütze griff für Skouen beinahe zu kurz. Er erzielte 30 Punkte insgesamt und versenkte vier seine fünf Versuche jenseits der Drei-Punkte-Linie. Und weil auch Skouens Mitspieler beinahe trafen wie sie wollten, war die Partie spätestens zur Halbzeitpause (33:54) entschieden. „Besonders in der ersten Hälfte hat man sich schon gefragt wie das geht. Da hat jeder Spieler fast immer getroffen“, war auch Rendsburgs Defensivspezialist Dimi Basylev von der Zielgenauigkeit der Gäste beeindruckt. „Natürlich hat man immer eine leise Hoffnung, auch gegen so einen Gegner zu gewinnen, aber da war heute einfach nichts zu machen“, erklärte er weiter. Während die Twisters 31,1 Prozent ihrer Wurfversuche aus dem Feld trafen, waren es bei den Herzögen stattliche 50,7 Prozent. Statistischer Ausdruck der Überlegenheit. „Sie waren nicht nur in der Offensive sehr variabel, sondern haben auch in der Defensive immer wieder andere Systeme gespielt“, unterstrich der Coach.

Lange aufhalten will man sich im Rendsburger Lager mit der Pleite nicht. „Wir müssen das schnell abhaken und uns auf die nächste Aufgabe konzentrieren“, sagte Basylev. Homfeldt stieß in dasselbe Horn. „Bürgerfelde scheint als Absteiger festzustehen. Von daher wird es von vier Teams im Tabellenkeller noch eines erwischen“, rechnet der Trainer vor. Demnach ist die Aufgabenstellung für die Auswärtspartie in Cottbus am nächsten Sonnabend klar: „Wir müssen dort gewinnen.“ Damit wären wohl letzte Zweifel am Klassenerhalt beseitigt.

Rendsburg Twisters: Brodersen (9/1x3), Schütze (4), Marcic (17/1x3), Sopha, Rohwer (12/1x3), Störtenbecker, Basylev (2), Schlemmer, Brunk (2), Schmitt, Rinner, Kibi (12).

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