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Rendsburger in den USA : Lehrer gesteht Missbrauchs-Pläne

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Vorwurf lautet: Sex mit Minderjährigen. Dem Rendsburger Karsten P. drohen in den USA mehr als 17 Jahre Haft.

Rendsburg | Der Rendsburger Lehrer, der im Sommer in den USA festgenommen wurde, hat gestanden, eine Kindersex-Reise gebucht zu haben. Das meldet der Fernsehsender „News4 Tucson“. Studienrat Karsten P. hat danach zugegeben, auf dem Weg nach Mexiko gewesen zu sein, um dort Sex mit Minderjährigen zu haben. Die Reise hatte der 51-Jährige für 1025 Dollar (775 Euro) im Internet gebucht. In den Sommerferien, am 26. Juni, war er auf dem Flughafen von Tucson im US-Bundesstaat Arizona von FBI-Ermittlern verhaftet worden (wir berichteten). Ein FBI-Agent hatte sich als Kontaktmann ausgegeben und den Sex-Touristen am Flughafen erwartet. Er sitzt in Untersuchungshaft. Nach seiner Festnahme hatte Karsten P. zunächst alle Kindersex-Vorwürfe abgestritten. Es wolle nach Mexiko reisen, um dort sexuelle Kontakte mit Frauen über 25 Jahren zu haben. In den Gerichtsdokumenten hatte er „nicht schuldig“ eingetragen.

P., der in Rendsburg am Helene-Lange-Gymnasium Mathematik und Sport unterrichtet hatte, drohen in Arizona nach Angaben von „News4Tucson“ mehr als 17 Jahre Haft und anschließend lebenslange Überwachung. Seine Anwälte bemühen sich um eine Auslieferung nach Deutschland.

Die Kieler Oberstaatsanwältin Birgit Heß konnte das Geständnis gestern auf sh:z-Anfragenicht bestätigen. Der Informationsaustausch läuft über die Justizministerien in den USA und Deutschland und dauert seine Zeit. Auch beim Auslieferungsgesuch von P.s Anwalt gibt es nach Angaben von Heß keinen neuen Stand.

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erstellt am 03.Feb.2014 | 13:45 Uhr

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