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Handball-SH-Liga der Männer : Lebenszeichen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Der TSV Alt Duvenstedt feierte in der Handball-SH-Liga der Männer einen wichtigen 26:23-Sieg über die HSG Tills Löwen. Damit hat das Team von Trainer Dirk Schlegel den letzten Tabellenplatz verlassen.

shz.de von
erstellt am 21.Mär.2016 | 06:00 Uhr

„Der Patient lebt!“ Trainer Dirk Schlegel brachte den 26:23 (12:9)-Erfolg seines TSV Alt Duvenstedt in der Handball-SH-Liga der Männer über die HSG Tills Löwen auf einen einfachen Nenner. Zwar haben die Alt Duvenstedter die Intensivstation noch nicht verlassen, können aber nun den Klassenerhalt wieder aus eigener Kraft realisieren. Aufgrund des besseren direkten Vergleichs hat das Schlegel-Team die Rote Laterne an die Löwen abgegeben. „Nun haben wir ein Endspiel gegen Mönkeberg“, blickte der TSV-Coach kurz nach dem Abpfiff schon einmal auf den letzten Spieltag am 16. April voraus. Dazwischen liegt noch die Partie bei der seit Sonnabend als Meister feststehenden HSG Ostsee N/G. Schlegel: „Dort gibt es sicherlich für uns nichts zu holen. Aber wenn wir gegen Mönkeberg gewinnen, sollten wir eigentlich gerettet sein.“ Denn am letzten Spieltag treffen mit der HSG Marne/Brunsbüttel (10./13:27 Punkte) und Tills Löwen (12./12:28) zwei Mitkonkurrenten der Alt Duvenstedter aufeinander und nehmen sich gegenseitig die Punkte weg.

Dass sich der TSV überhaupt noch in der Lostrommel der „Klassenerhalts-Lotterie“ befindet, grenzt schon an ein kleines Wunder. Am Freitag schien das rettende Ufer in weite Ferne gerückt. Zum einen erreichte Schlegel die Nachricht, dass neben Tim Dau (verletzt) und Christian Eichstädt (privat verhindert) auch der beruflich in Berlin weilende Sascha Schwarz passen musste. Damit fehlten dem TSV-Coach seine besten drei Torschützen gegen die Tills Löwen. Zum anderen hatte Marne/Brunsbüttel durch einen 35:34-Sieg im Wiederholungsspiel gegen die HSG Mönkeberg/Schönkirchen die Situation im Tabellenkeller verschärft. Eine Niederlage am Sonnabend wäre gleichbedeutend mit dem Abstieg für die Alt Duvenstedter gewesen. „Klasse, wie die Jungs mit dem Druck umgegangen sind“, sagte Schlegel. „Alle haben sich reingehauen und sind an ihre Grenzen gegangen.“ Ein Extralob verteilte Schlegel an Oliver Küch, der Eichstädt als Ideengeber glänzend vertrat, und Jan Claußen, der trotz Prüfungsstresses eine starke Partie ablieferte.

Die Gastgeber starteten perfekt in die Partie (6:0), fanden aber nach einer Auszeit der Löwen nicht mehr zur Dominanz der Anfangsminuten zurück. Zur Pause (12:9) war der Vorsprung auf drei Tore geschmolzen, beim 17:17 (44.) drohte das Spiel zu kippen. „Doch dann haben die Jungs ihr Kämpferherz ausgepackt und sich gegen die drohende Niederlage gestemmt“, beschrieb Schlegel die entscheidende Phase der Begegnung, in der sich die Alt Duvenstedter auf 24:19 absetzten. Zwar kamen die Löwen noch einmal auf 21:24 heran, doch bis zum Abpfiff verteidigten die Hausherren den Drei-Tore-Vorsprung. Schlegel: „Es war zwar nicht alles Gold was glänzt, aber das war in Anbetracht der Situation auch nicht zu erwarten. Wichtig waren zwei Punkte – und die haben wir geholt.“

TSV Alt Duvenstedt: Klapdor (1.-60.), Fendt (bei einem 7-Meter) – Claußen (5), S. Petersen (1), N. Petersen (3), Wommelsdorf (2), Voß (3), Schroedter (2), Müller (2), Jüschke (3), Küch (5).

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