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Natur- und Umweltschutzzentrum : Lebenszeichen am Hohner See

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Engagierte Einwohner wollen das Natur- und Umweltschutzzentrum mit neuem Leben erfüllen. Ein Anziehungspunkt ist die tägliche Otter-Fütterung.

shz.de von
erstellt am 20.Apr.2014 | 06:00 Uhr

Das NUZ zeigt wieder leichte Lebenszeichen. Obwohl das Natur- und Umweltschutzzentrum Hohner See (NUZ) in den vergangenen Jahren eher den Eindruck vermittelte, es stünde kurz vor der Schließung, keimt langsam Hoffnung auf. Nach dem Einzug des Fördervereins Hohner Dorfmuseum im vergangenen Oktober gibt es nun zumindest vage Ideen, wie das Gebäude wieder genutzt werden kann. Dass das NUZ in naher Zukunft seinem Bildungsauftrag bezüglich des Naturraums Hohner See erneut nachkommt, scheint jedoch nicht in Sicht.

Nachdem Jan Hellwig, der letzte Leiter der Einrichtung, das NUZ vor fast fünf Jahren verlassen hatte, wurde es still im Alten Bahnhof. Führungen fanden ausschließlich auf Anfrage statt und wurden ehrenamtlich organisiert. Einzig die Fütterung der beiden Fischotter Lilli und Anton, die ein Gehege in Gehweite des NUZ bewohnen, konnte durch ein Team von Ehrenamtlichen aufrecht erhalten werden. Vor einigen Monaten kehrte in die verwaisten Räume des Alten Bahnhofs wieder Leben ein. Der Museumsverein bezog einen Gebäudeabschnitt und richtete dort einen Raum für seine Ausstellung her. Auf der restlichen Fläche befindet sich noch das Lehrmaterial des NUZ. Nur Besucher hat die Einrichtung schon lange nicht mehr gesehen.

Wenn es nach Bürgermeister Jürgen Kuhrt und Ursula Bartels, Vorsitzende des Museumsvereins, geht, soll sich das aber bald ändern. Sie besprachen jüngst in einem ersten Arbeitstreffen gemeinsam mit weiteren Interessierten, denen das NUZ am Herzen liegt, mehrere Ideen, um das Gebäude bald wieder mit Leben zu füllen. Ein Konzept befasste sich damit, dass NUZ in Verbindung mit der Otterfütterung und einem Hohner Café als Komplettpaket den lokalen Busunternehmern vorzustellen. Der Museumsverein hätte Interesse, das NUZ an zwei Sonntagen im Monat zu öffnen, erklärte Ursula Bartels, die gern noch einen weiteren Raum für ihre Exponate nutzen würde. Zudem kam der Vorschlag, einen Brotofen zu installieren, um die Einrichtung attraktiver zu gestalten. Jürgen Kuhrt versprach, zu prüfen, ob dafür Fördermittel der Aktiv-Region Eider-Treene-Sorge verwendet werden können. „Wenn wir das, was wir jetzt auf dem Zettel haben, in diesem Jahr umsetzen können, wäre das sehr gut“, erklärte Kuhrt weiter.

Ob das NUZ jedoch irgendwann wieder als Bildungseinrichtung für den Naturraum Hohner See mit einem Leiter genutzt wird, scheint zumindest im Moment aussichtslos. „Man bräuchte ein richtiges Konzept, damit eine hauptamtliche Kraft überhaupt etwas zu tun hat“, erzählte Jürgen Kuhrt.

Die Debatte um die NUZ-Nutzung interessiert die beiden Fischotter „Lilli“ und „Anton“ indes wenig, solange sie täglich um 16 Uhr ihre Ration Fisch und Küken erhalten.

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