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Nord Art 2015 : „Lange Nacht der Lichter“: Große Kunst neu beleuchtet

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Bei der „Langen Nacht der Lichter“ der Nord Art in Büdelsdorf bot sich den Besuchern ein besonderer Anblick: Skulpturen wurden in ein Farbenmeer getaucht.

Büdelsdorf | Live-Musik von Bands aus Deutschland und der Mongolei, Lichtinstallationen, Essen und Trinken und als Höhepunkte die Verleihung von Kunstpreisen machten die „Lange Nacht der Lichter“ zu einer stimmungsvollen Veranstaltung für die mehr als 3000 Besucher. Die Kunstwerke in den riesigen Hallen der ehemaligen Carlshütte und in dem angrenzenden 60.000 Quadratmeter großen Park wurden am Sonnabend bis Mitternacht in farbiges Licht getaucht.

Nord-Art-Preis 2015 für das „Stehende Zeichen“: Die NordArt-Macher Inga Aru und Wolfgang Gram sowie die Kunstmäzene Hans-Julius und Johanna Ahlmann (von links).
Nord-Art-Preis 2015 für das „Stehende Zeichen“: Die NordArt-Macher Inga Aru und Wolfgang Gram sowie die Kunstmäzene Hans-Julius und Johanna Ahlmann (von links). Foto: Becker
 

Der von Hans-Julius und Johanna Ahlmann (ACO-Gruppe) gestiftete und mit 10.000 Euro dotierte Nord-Art-Preis 2015 ging an den chinesischen Künstler Liu Yonggang. Dessen „Stehendes Zeichen“, eine fast vier Meter hohe rote Stahlskulptur, zeigt miteinander tanzende, sich umarmende Buchstaben, eine Verschmelzung von traditionellen chinesischen Kulturelementen mit der klassischen, westlich geprägten Kunst, hieß es in der Laudatio. „Liu Yonggang ist seit vier Jahren ein echter Botschafter der Nord Art. In China, in der Schweiz, in Hamburg, in ganz Deutschland“, betonte Hans-Julius Ahlmann. Der Preis wird bei der Eröffnung der Nord Art 2016 an den Künstler übergeben.

Bekam den Publikumspreis: Yang Yongsun aus Südkorea und brachte seine Frau Bomi Yi mit zur Verleihung
Bekam den Publikumspreis: Yang Yongsun aus Südkorea und brachte seine Frau Bomi Yi mit zur Verleihung Foto: Becker
 

In der Publikumsgunst lagen Künstler aus Asien ganz vorn. Yang Yongsun aus Südkorea konnte mit seiner Serie „Dunkle Materie“ die meisten Stimmen aus sich vereinigen. Seine Skulpturen sind aus tausenden von Stahlringen hergestellt. Das „Festmahl“ von Lv Shun kam auf den zweiten Platz. Das monumentale Werk aus zehn Tonnen Stahl erinnert an das „Abendmahl“ von Leonardo da Vinci, zeigt die hässlichen Fratzen von Schweinen. Der Künstler will das tierische Gelage als Darstellung des Animalischen im Gegensatz zur Menschlichkeit verstanden wissen.

Platz drei erreichte der mongolische Künstler Achirbold Ayurzana mit seinem Werk „Der Mensch ist kein Überfluss der Erde“. Aus Stahl und Draht hat er vier menschliche Körper, aber nur einen gewaltigen Kopf ohne Augen, Ohren und Nase geschaffen.

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erstellt am 21.Sep.2015 | 07:44 Uhr

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