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rund ums Schaf – Folge 2 : Landschaftspflege im Eider-Tal

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Heidschnucken werden zur Landschaftspflege eingesetzt. Und ihr Fleich schmeckt wildbret-artig. Ein Besuch auf dem Wischhof in Sehestedt.

von
erstellt am 07.Jan.2016 | 12:52 Uhr

Wenn die rund 70 Heidschnucken von Jörg Manz und Antje Prümm mal ein bisschen nasse Füße bekommen, nehmen sie es hin. „Sie sind extrem feuchtigkeitstolerant“, erklärt der Landwirt aus Sehestedt. Das müssen sie auf ihrer Weide auch sein. Vom Wischhof, der im Sehestedter Ortsteil Hammer liegt, blicken Manz und Prümm über die Eider-Niederung auf das Gut Osterrade. Die Weide der Heidschnucken liegt direkt am Ufer der alten Eider. Gesunde Klauen sind für Schafe von großer Bedeutung. Die Tiere, deren Böcke imposante Hörner vorweisen, verbindet man zwar meist mit Heidegebieten – darauf weist ja auch ihr Name hin. Aber „sie sind sehr leicht, ein Muttertier wieg nur rund 40 Kilogramm“, sagt Manz. Aus diesem Grund werden sie auch gerne in moorigen Regionen als Landschaftspfleger eingesetzt. Die Sehestedter Herde ist ganzjährig im Freien. Sie bildet auch nicht den Haupterwerbszweig auf dem Gemüsehof. Aber einige Wischhof-Kunden schätzen das Fleisch der Tiere. „Das sind jene, die den Schafgeschmack nicht so sehr mögen“, verrät Manz. Es schmeckt eher nach Wild. Mit der Wolle lässt sich kaum Geld verdienen. Sie ist nur für Teppiche geeignet und geht überwiegend in Ballen gepresst nach Pakistan.

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