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Landrat entscheidet gegen Abbau in Grevenkrug

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Im Landschaftsschutzgebiet „Obere Eider“ wird kein Kies abgebaut. Das hat der Landrat des Kreises Rendsburg-Eckernförde gestern entschieden. Für eine rund 23 Hektar (230 000 Quadratmeter) große Fläche innerhalb des Gebietes in den Gemeinden Grevenkrug und Schmalstede hatte ein Antrag auf Entlassung aus dem Landschaftsschutz vorgelegen, um dort eine Kiesgrube einzurichten.

Landrat Dr. Rolf-Oliver Schwemer sprach gestern von einer Abwägungsentscheidung zwischen den öffentlichen Interessen der sicheren Rohstoffversorgung einerseits und des Landschaftsschutzes andererseits. Das Unternehmen Peter Glindemann aus Grevenkrug hatte den Antrag bereits im Jahr 2009 gestellt. Nachdem bei einem öffentlichen Beteiligungsverfahren im Jahr 2012 erhebliche Einwände vorgebracht wurden und auch das Landesumweltministerium Bedenken geäußert hatte, entschied der Landrat bereits vor einem Jahr, den Kiesabbau nicht zuzulassen. Gleichzeitig räumte er der Firma Glindemann jedoch ein, ihren Antrag nachzubessern. Im überarbeiteten Antrag sei zwar die Bedeutung für die Rohstoffversorgung dargelegt, aber nur für die Firma Glindemann. „Es gibt jedoch noch andere Flächen im Kreis, auf denen hochwertiger Rohstoff abgebaut werden kann“, sagte Schwemer. Zudem sei der Eingriff in das Landschaftsbild östlich der Landstraße 318 nicht gerechtfertigt. Sein Stellvertreter, Dr. Thilo Rohlfs, sagte dazu: „Die Hanglage würde durch den Eingriff irreversibel zerstört. Das eiszeitlich geprägte Relief wäre auch durch Renaturierung später nicht wieder herstellbar.“

Auf Nachfrage der Landeszeitung wollte sich die Firma Peter Glindemann gestern nicht zu der Entscheidung äußern. „Wir haben sie zur Kenntnis genommen“, sagte Dr. Guntram Lauenstein aus der Geschäftsleitung lediglich. Der Landesnaturschutzverband begrüßte „das klare Bekenntnis des Landrates für den Erhalt unserer besonderen Landschaftsformationen“ in einer Mitteilung. Der Verband hatte in der Vergangenheit massive Kritik an dem Vorhaben geäußert.

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erstellt am 19.Feb.2014 | 13:48 Uhr

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