zur Navigation springen

Rendsburg : „Landpartie“ geht mit Rekord zu Ende

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Heike Götz’ Fernsehfahrrad versteigert: 4000 Euro als Unterstützung für den Weltkulturerbe-Antrag zugunsten der Schwebefähre.

NDR–Pferdeflüsterer Tamme Hanken hatte die zündende Idee: Als absehbar war, dass die Versteigerung von Heike Götz’ Fernsehfahrrad nicht so viel bringen würde wie erhofft, schnappte er sich einen Hut, ging gestern Abend vor der NDR-Bühne auf dem Paradeplatz durch die Zuschauerreihen und bat um Spenden. Exakt 1180,76 Euro kamen zusammen. Mit den 700 Euro, für die die Kielerin Christin Sell den Drahtesel ersteigerte, hatte man die 2000-Euro-Marke fast geknackt. Damit war der Geldregen noch nicht zu Ende. Denn dann kam die Volksbank-Raiffeisenbank ins Spiel, die versprochen hatte, den Erlös zu verdoppeln. Die Banker hielten Wort und legten sogar noch etwas drauf. Damit kletterte der Wert des Fahrrads auf 4000 Euro. NDR-Redakteurin Barbara Gauer konnte es kaum fassen: „Üblich wäre ein Erlös von 1000 Euro gewesen. Jetzt haben wir einen neuen Rekord.“

Das Geld wird für einen guten Zweck zur Verfügung gestellt. Damit will der NDR das Bestreben Rendsburgs unterstützen, die Schwebefähre als Weltkulturerbe anerkennen zu lassen. Diese Anerkennung bekomme man nicht zum Nulltarif, wie Bürgermeister Pierre Gilgenast sagte. Unter anderem seien Gutachten und Veranstaltungen erforderlich, um die Unesco von dem Anliegen zu überzeugen.

Eine überzeugende Resonanz registrierte auch der NDR, und zwar auf das zweitägige „Landpartie“-Fest. Redakteurin Gauer zeigte sich hochzufrieden. Veranstalter und Polizei schätzen, dass insgesamt 50  000 Menschen die Angebote auf dem Paradeplatz, dem angrenzenden Stadtpark und im Arsenal genutzt haben. Barbara Gauer: „Da wir eine so große Fläche zur Verfügung hatten, gab es kein Gedränge.“ Die Fülle an Programmpunkten lockte Menschen aus ganz Schleswig-Holstein nach Rendsburg. Sie ließen sich begeistern von Mitmach-Aktionen, Shows und der Begegnung mit den Moderatoren, die sie aus dem Fernsehen kennen.

Zum ersten Mal wurde das abwechselnd in Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern Station machende „Landpartie“-Fest von einem Regierungschef besucht. Ministerpräsident Torsten Albig war aus Kiel gekommen, um bei der Benefiz--Fahrradversteigerung dabei zu sein. Er freute sich – aus politischen Gründen – vor allem über die Lackierung des Zweirades von Heike Götz: „Sehr viel Rot und ganz wenig Schwarz.“

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen