Landmaschinen können kommen

Gewerbegebiet Wegkamp in Dätgen nimmt Fahrt auf

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13. Juli 2014, 16:11 Uhr

Die Erweiterung des Gewerbegebiets Wegkamp in Dätgen um den Neubau eines Landmaschinenfachbetriebs nimmt Form an: „Die vorgenommene Auslegung und Bekanntmachung der siebten Änderung des Flächennutzungsplanes der Gemeinde erfüllte nicht die Vorgaben“, erklärte Ernst Potthast den erneuten Entwurfs- und Auslegungsbeschluss sowie den erneuten abschließenden Beschluss der Gemeindevertretung. Diese habe die öffentlichen Auslegung lediglich im Internet sowie in der Zeitung bekannt gemacht, kritisierte das Innenministerium. Das erfülle nicht die Anforderungen an eine Bekanntmachung. „Da keine neuen Änderungen von privaten Personen oder den Trägern öffentlicher Belange zu erwarten sind, kann die Auslegungszeit verkürzt werden“, gab Potthast weiter an. „Bisher hat der Investor noch keine Kritik geäußert und bewahrt weiterhin Ruhe. Seine Pläne werden durch die Verzögerung nicht gestört.“

Der von der Gemeinde beauftragte Stadtplaner hat den Durchführungsvertrag geprüft. „Der Maßnahmenplan zeigt die Erschließungen, die in drei Bauabschnitten vorgenommen werden sollen“, so Potthast. Es habe sich herausgestellt, dass das bestehende Regenrückhaltebecken am Beginn des Gewerbegebiets nicht ausreicht. „Ein Versickern des Regenwassers auf dem Gelände ist nicht möglich, deswegen muss ein neues Becken gebaut werden.“ Das werde nun am Knick zu dem Unternehmen Aqiston installiert.

Die Mitglieder der Gemeindevertretung stimmten zudem für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan für den Bau des Landmaschinenfachbetriebs. „Während der Auslegung Anfang des Jahres wurden keine schwerwiegenden Bedenken geäußert“, berichtete Ernst Potthast. „Dennoch tritt der B-Plan erst nach der Genehmigung der Änderung des F-Plans in Kraft.“ Bis zum Herbst ruht die Erweiterung des Gebiets also noch.

Rückwirkend genehmigten die Gemeindevertreter außerdem den Kauf einer neuen Tragkraftspritze für rund 12 000 Euro und entschieden sich gegen die Anschaffung eines Geschwindigkeitsmessgerätes. Einstimmig votierten sie auch gegen die finanzielle Förderung der Kindertagespflege für Kinder unter drei Jahren. „Darauf können wir verzichten, immerhin unterstützen wir unseren Kindergarten“, sagte Bürgermeister Henry Ehlbeck. „Wir haben sie so erweitert, dass Kinder ab dem Alter von einem Jahr aufgenommen werden können.“ Die Förderung sei dann nur ein falscher Anreiz.

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