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Landeszeitung

17. August 2017 | 04:29 Uhr

Landfrauen : Landfrauen im Watt

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Vorträge und Ausflüge sind der Renner bei den Landfrauen Hüttener Berge. Jetzt liegt das neue Programm vor. Zum Auftakt wanderten die Frauen durch das Watt.

„Wir sind seit gut einem Jahr bei den Landfrauen und fühlen uns wohl hier. Die Vorträge sind interessant und die Ausflüge machen Spaß“, sagt Ina Prenzel aus Brekendorf. Ihre Freundin Heidrun Brassat ergänzt: „Außerdem ist es eine gute Gemeinschaft.“ Susanne Bock und Frauke Jarr, 1. und 2. Vorsitzende des Landfrauen Hüttener Berge, freuen sich immer über neue Mitglieder – auch gerade, wenn es sich um jüngere Frauen wie bei den beiden Freundinnen aus Brekendorf handelt. „Zur Zeit haben wir knapp 170 Mitglieder aus 14 Dörfern“, berichtet Susanne Bock.

Einmal im Jahr treffen sich die Vorstandsmitglieder mit den Vertrauensdamen der einzelnen Dörfer und dann werden Vorschläge für das Programm gesammelt. Die neuen Angebote für das Winterhalbjahr sind gerade vorgestellt worden. An jedem zweiten Dienstag im Monat stehen Vorträge auf dem Terminkalender. „Für diese Veranstaltungen sammeln wir Ideen aus Zeitungen oder bekommen Empfehlungen von anderen Vereinen oder vom Landesverband“, verrät Susanne Bock. Die nächsten Themen tragen Titel wie „Brot – auf’s Korn genommen“, „Hausnotruf“, „Das Alter finanziell meistern“ und „Die Kraft des positiven Denkens“.

Doch besonders beliebt sind die zahlreichen Ausflüge. So fand vor wenigen Tagen eine Wattwanderung vor Südwesthörn statt. Wattführer Boy Boysen führte die muntere Schar duch den teilweise knöcheltiefen Schlick. „Wir machen alle zwei Jahre eine Wattwanderung und sind in den vergangenen Jahren schon an den meisten Stellen im nordfriesischen Wattenmeer gewesen, aber heute haben wir wieder ganz neue Sachen gelernt.“ Dafür dankte Bock dem erfahrenen Wattführer. Nach der Wanderung stärkten sich die Frauen im angrenzenden Gasthof mit Kaffee und Kuchen, bevor es weiter ging zum „Friesischen Museum“ nach Niebüll. Durch die engagierte Führung von Kalli Teskg wurde auch dieser Besuch zu einem echten Erlebnis. Das 200 Jahre alte Reetdachbauernhaus, das im Besitz des Friesenvereins Niebüll ist, ist voll möbliert und unverändert in seinem ursprünglichen Aussehen. Besonders die vielen Gerätschaften aus der vorindustriellen Zeit hatten es den Landfrauen in diesem „Museum zum Anfassen“ angetan.

Anneliese Hensel aus Owschlag nahm als Gast an dem Ausflug teil. „Das hat mir gut gefallen, es war ein richtig schöner Tag“, lautete ihr Resümee. Auch Maren Staack, ebenfalls Owschlagerin, gefiel diese Wattwanderung gut. Sie sei schon seit den 70er-Jahren Mitglied, möge die Gemeinschaft mit den anderen Frauen und nehme regelmäßig an den Ausflügen teil, berichtet die unternehmungslustige Seniorin. Dazu gibt es schon in Kürze wieder Gelegenheit: Am 10. September fahren die Landfrauen zur Herbstmodenschau nach Itzehoe, und am 17. September wird ein Kochkurs zum Thema „Heimische, aber wenig bekannte Gemüse“ in Osterrönfeld angeboten. Auch eine Fahrt zum Weihnachtsmarkt nach Schwerin und ein dreitägiger Besuch der „Grünen Woche“ in Berlin sind geplant.

„Die Themen der Vorträge sind alltagstauglich und die Ausflüge abwechslungsreich“, fasst Heidrun Holst, seit vielen Jahren Mitglied bei den Landfrauen, zusammen. Besonders gerne erinnere sie sich an eine Fahrradtour mit anschließendem Spargel-Büfett. „Von dem träume ich heute noch“, berichtet sie lachend.

Seit über 40 Jahren besteht der Landfrauenverein „Hüttener Berge“ und ist einer von 22 Ortsvereinen mit insgesamt 4000 Mitgliedern, die im Kreisverband Rendsburg-Eckernförde organisiert sind. Der Einsatz der Frauen ist ehrenamtlich. Gerade haben sich die Vorstandsmitglieder etwas Neues überlegt. „Nachdem wir uns in den vergangenen Jahren getroffen haben, um Herzkissen für Kranke zu nähen, wollen wir jetzt Kniedecken zum Knibbeln für Demenzkranke machen. Diese Decken sollen aus den unterschiedlichsten Materialien bestehen und mit Knöpfen und Reißverschlüssen bestückt sein“, erklärt Frauke Jarr.

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erstellt am 20.Aug.2013 | 22:35 Uhr

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