zur Navigation springen
Landeszeitung

14. Dezember 2017 | 02:10 Uhr

Landesweit vorbildlich

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Gastgeber in Jevenstedt loben Ämterbereisung des Landrats

Wenn die Genehmigung einer Biogasanlage vom Bau einer Linksabbiegespur abhängt, wer achtet darauf, dass die Auflage vollzogen wird? Wie erfolgt die Absprache zwischen Kreis und dem Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) beim Benennen von Flächen im Baugenehmigungsverfahren landwirtschaftlicher Betriebe? Diese und weitere Fragen stellten die Bürgermeister der zum Amt Jevenstedt gehörenden Gemeinden im Gespräch mit Landrat Rolf-Oliver Schwemer. Der war zusammen mit Mitarbeitern der Kreisverwaltung im Rahmen seiner monatlichen Ämterbereisung zu Besuch in der Amtsverwaltung Jevenstedt.

„Wir besuchen regelmäßig die Ämter, um auch vor Ort mit den Bürgermeistern, Amtsvorstehern und Mitarbeitern der Verwaltung im Dialog zu sein“, erklärte der Landrat. Viele Probleme ließen sich dadurch bereits im Vorfeld klären, bevor sie akut würden oder in kontroverse Dialoge münden.

Im konkreten Fall der baurechtlichen Fragen ging es um den Wunsch des Amtes Jevenstedt mit Amtsvorsteher Hans Hinrich Neve, mehr Klarheit bei der Abstimmung zwischen Kreis- und Landesbehörde zu erhalten. „Das haben wir mitgenommen, werden die Problematik besprechen und dann eine Rückkopplung an das Amt geben“, so Schwemer.

Das gelte ebenso für das von den Bürgermeistern angesprochene Thema Baumfällgenehmigung, für die die Gemeinden oft kostenaufwendige Gutachten erstellen lassen müssen. „Wenn Bäume gefällt werden, bevor sie die geschützte Größe erreicht haben, nur weil die Hürde für das Fällen so hoch liegt, kann das nicht im Sinne des Naturschutzes sein“, meinte Schwemer. Zu Beginn des neuen Jahres werde es vor Ort ein Gespräch mit dem neuen Fachgruppenleiter zu dem Thema geben.

Beim Thema Finanzlage informierte Rolf-Oliver Schwemer über die möglichen Auswirkungen des neuen Finanzausgleichgesetzes: „Als Kreis haben wir mit acht Millionen Euro weniger einen erheblichen Aderlass zu verzeichnen“, erklärte Schwemer. Erfreulich sei, dass man trotzdem einen ausgeglichenen Haushalt 2015 werde verabschieden können und die Kreisumlage bei 31 Prozentpunkten belässt. Weiterhin problematisch blieben Themen wie Kanaltunnel und Rader Hochbrücke sowie die steigenden Asylbewerberzahlen. „Die vom Land zur Verfügung gestellten Mittel für die dezentrale Betreuung werden direkt an die Ämter und Gemeinden durchgereicht anstatt sie erst an die Kreise zu überweisen“, so Schwemer. Das gewährleiste eine schnellere Organisation vor Ort.

Sowohl Amtsvorsteher Hans Hinrich Neve als auch Amtsdirektor Dietmar Böhmke lobten das gute Miteinander zwischen Kreis und den Ämtern sowie das Bestreben des Landrats mit der Ämterbereisung den Austausch zu fördern: „Was hier läuft, ist landesweit einzigartig und vorbildlich“, so Neve.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen