Rendsburg : Landestheater startet mit elf neuen Köpfen

Intendant Peter Griesebach (Zweiter von links) scharte die neuen Mitarbeiter des Landestheaters Schleswig-Holstein gestern um sich.
Intendant Peter Griesebach (Zweiter von links) scharte die neuen Mitarbeiter des Landestheaters Schleswig-Holstein gestern um sich.

Intendant Peter Griesebach begrüßt frischen Zuwachs im Ensemble. Große Erleichterung herrscht über die Unterzeichnung des Gesellschaftervertrags.

shz.de von
01. September 2017, 12:42 Uhr

Das verflixte siebte Jahr ist überstanden. Nach Jahren der Ungewissheit mit Kämpfen ums Überleben des Landestheaters Schleswig-Holstein gab Peter Grisebach zum Beginn seiner achten Spielzeit Entwarnung. Der neue Gesellschaftervertrag ist unterschrieben. „Das war mein persönlich schönstes Urlaubserlebnis“, begrüßte er am ersten gemeinsamen Arbeitstag die Mannschaft des Landestheaters.

Als Hoffnungsträger der Zukunft stellte Grisebach gestern die elf „Neuen“ vor: Lorenz Baumgarten, Robin Schneider und Timon Schleheck (Schauspieler); Sophie Friedrichs (Dramaturgin), Stephan Testi (Ausstattungsleiter), Gabriela Marques Bockholdt (Regieassistent, Inspizient, Souffleur), Claudia Schmidt (Theaterpädagogin), Susanne Lemke (Referentin für Marketing und Kommunikation), Julia Fritsch (Mitarbeiterin für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit), Josefine Grund (Maßschneiderin für die Damen) sowie Rieke Buchtmann, die erste Auszubildende des Theaters zur Maßschneiderin. Dazu verstärken Marie Hoppe, Anke Rothenbach und Timo Tempel das Team im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes.

Freudiges Wiedersehen mit der bekannten Mannschaft war geprägt von der erlösenden Nachricht, dass nun die angstvolle Zeiten des Überlebenskampfes überstanden seien. „Glückliche neue Spielzeit“, diesen Wunsch hörte man immer wieder. Die Freude war deutlich zu spüren. „Endlich ist nach diesem arktischen Sommer das Elend der Theaterferien vorbei“, witzelte Grisebach weiter. „Alle sollten nun genügend Energie getankt haben bis zu den nächsten Theaterferien. Sie beginnen in genau 314 Tagen.“ Unter wechselnden Bedrohungen ums Überleben des Landestheaters sei es nie leicht gewesen, für lustvoll wirtschaftliche Theaterarbeit Rückenwind zu erzeugen und zu motivieren.

Die Zukunft des Landestheaters wurde am 3. August festgeschrieben und notariell beglaubigt. „Ich habe meinen Urlaub um einen Tag unterbrochen und in Rendsburg den neuen, ab 2019 gültigen Gesellschafter-Vertrag unterzeichnet. Eine Freude war es zu sehen, mit welcher Selbstverständlichkeit alle unterschrieben haben und damit den Weg freimachten zum Bau der neuen Spielstätte in Schleswig. Wir werden ab jetzt beflügelt von dem Rückenwind, den unsere Gesellschafter beschaffen. Souverän und angstfrei können wir nun mutige, sensible Theaterarbeit in allen Facetten und ohne Angst leisten.“

In den Theaterferien wurde das neue Bühnenportal fertiggestellt und weitere Bauarbeiten abgeschlossen. Die neue Internet-Seite ist als Zeichen frischer Leistungsfähigkeit freigeschaltet.

Hoffnung, Elan, Neugier und Erfahrungen aus anderen Theatern bereichern nun das Team. „Das Programm der nächsten Wochen ist dicht und hat viel Panikpotenzial“, schloss Grisebach die Begrüßung und Vorstellung ab und wünschte nach dem Grillfest am Nachmittag („Damit möchten wir eine neue Tradition beginnen“) einen entspannten Start in die neue Spielzeit „in der wir uns nicht hängen lassen oder treiben. Wir werden die Fäden in der Hand behalten!“

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