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Landeszeitung

25. November 2017 | 10:41 Uhr

Landesliga rückt immer näher

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Fußball-Verbandsliga: Büdelsdorfer TSV nach 3:2 gegen Stein so gut wie qualifiziert / Osterrönfelder TSV feiert wichtigen Sieg gegen Klausdorf

Der Büdelsdorfer TSV hat durch einen hart erkämpften 3:2 (1:2)-Erfolg über den TSV Stein einen weiteren, großen Schritt in Richtung Landesliga-Qualifikation getan. Auch der Osterrönfelder TSV kam durch den 5:3 (3:2)-Heimsieg gegen den TSV Klausdorf zu drei wichtigen Punkten. Der Rendsburger TSV musste mit dem 1:4 (1:1) beim Gettorfer SC einen weiteren Rückschlag hinnehmen. Der spielfreie TSV Vineta Audorf rutschte durch den überraschenden 4:0-Erfolg des TSV Kronshagen beim Tabellenzweiten TSV Bordesholm auf einen Abstiegsplatz ab.

Büdelsdorfer TSV – TSV Stein 3:2 (1:2)
„Es ging hier nicht um einen Schönheitspreis, sondern einzig und allein um diese drei Punkte“, erklärte BTSV-Coach Rainer Menzel. Seine Mannschaft hielt zu Beginn überhaupt nichts von einem ruhigen Spielaufbau, denn man setzte in vorderster Front gleich vielversprechende Akzente. So scheiterte Niklas Knutzen aus dem Gewühl heraus am glänzend reagierenden Schlussmann der Gäste, Patrick Luehr (5.), und nur drei Minuten später versenkte Mats Henke im zweiten Versuch das Spielgerät im Kasten des TSV zur 1:0-Führung. Der Aufsteiger kam zunächst kaum zum Luft holen, auch weil Knutzen erneut aus der Nahdistanz an Luehr scheiterte (10.). Wie aus dem Nichts kamen die Plöner durch Kristof Schneider zum Ausgleich (13.). „Schön zugeguckt und Spalier gestanden haben wir in dieser Szene“, kommentierte Menzel, dessen Gesicht noch länger wurde, als Jan Borchert nach einem Konter den Spielverlauf mit dem 1:2 komplett auf den Kopf stellte (22.). Und es wäre vor der Pause sogar noch schlimmer für die Hausherren gekommen, wenn Keeper Christian Wulff einen Foulelfmeter, den Dennis Bienwald verursachte, nicht entschärft hätte (44.). „Ich musste in der Kabine ein wenig lauter werden“, versuchte Menzel seine Elf wieder wachzurütteln. Es gelang, denn man kaufte den Gästen fortan mit einer aggressiven Spielweise nicht nur den Schneid ab, sondern erzwang früh das Eigentor (56.) zum 2:2. Als Johannes Kaak das 3:2 erzielte (74.), schien die Partie zugunsten der Gastgeber gelaufen, doch der Aufsteiger setzte die Hausherren in der Schlussphase mit langen Bällen noch einmal unter Druck. Da die Gäste ihre Großchance zum 3:3 jedoch vergaben (85.) und Marvin Jessen sowie Knutzen bei ihren Kontern den Sack nicht endgültig zuschnürten (86., 88.), blieb es am Ende beim knappen Büdelsdorfer Erfolg.

Büdelsdorfer TSV: Wulff – Reiser (46. Hesse), Hardt, Bienwald, Rechner – Kaak, Ermeling, Roller, Bruhns (30. Isovic) – Knutzen, Henke (69. Jessen).
SR: Colmorgen (Groß Grönau) – Z.: 100.
Tore: 1:0 Henke (8.), 1:1 Schneider (13.), 1:2 Borchert (22.), 2:2 Schneider (52., ET), 3:2 Kaak (74.).
Besonderes Vorkommnis: Wulff hält Foulelfmeter von D. Luehr (44.).

Osterrönfelder TSV – TSV Klausdorf 5:3 (3:2)
„Heute haben viele Spieler einen sehr guten Job gemacht“, bescheinigte OTSV-Trainer Olaf Lehmann seiner Mannschaft in dem richtungweisenden Spiel eine gute Leistung. Mit der ersten guten Möglichkeit brachte der starke Harald Giese die Blau-Gelben in Führung (9.). Es entwickelte sich fortan eine intensive und unterhaltsame Partie mit Chancen auf beiden Seiten. Klausdorfs Daoud Dauod traf aus der Distanz zunächst nur die Latte, ehe der Stürmer seine Mannschaft Mitte der ersten Halbzeit zum zwischenzeitlichen Ausgleich führte. Die Osterrönfelder gaben aber weiterhin den Ton an. Folgerichtig erzielte Florian Kuklinski nach einer guten halben Stunde die erneute Führung für den OTSV. Doch auch darauf hatten die Gäste zunächst die richtige Antwort parat und kamen zum 2:2. Nach einer starken Einzelaktion von Jannik Sierks, der Kuklinski im Strafraum mustergültig bediente, gingen die Osterrönfelder allerdings mit einer knappen Führung in die Pause. In der zweiten Halbzeit schalteten beide Teams zunächst einen Gang zurück. Die Osterrönfelder waren um Ballsicherheit bemüht und versuchten, die Gäste zunächst vom eigenen Tor fernzuhalten. Nach einer knappen Stunde war Björn Schlunke im OTSV-Tor allerdings schon zum dritten Mal geschlagen. Gino Laubinger hatte zum 3:3 getroffen. Die Blau-Gelben verloren nun etwas den Faden und überließen den Gästen mehr und mehr das Spiel. So bedurfte es einer herausragenden Aktion von Harald Giese, der sich auf der linken Seite durchsetzte und den völlig blanken Kuklinski in Szene setzen konnte, um wieder in Führung zu gehen. Die Gegenwehr der nie aufsteckenden Klausdorfer war aber immer noch nicht gebrochen. Die Elf von Trainer Dennis Trociewicz rannte in der Schlussphase pausenlos auf das Tor der Gastgeber an, doch dieses Mal hielt die Defensive der Blau-Gelben stand. In der Nachspielzeit beseitigte Kuklinski mit seinem vierten Treffer schließlich letzte Zweifel am OTSV-Sieg. „Alles in allem war das verdient. Die Mannschaft hat eine tolle Moral bewiesen und sich auch von drei Ausgleichstreffern nicht beirren lassen“, freute sich Lehmann.

Osterrönfelder TSV: Schlunke – Reimer, Sopha, Cavdar, Mosebach – M. Lehmann, Müller (73. Hüttmann), Sierks (81. Knuth), Potschko (46. Horstmann), Kuklinski – Giese.
SR: Janzen (SV Rickling). – Z.: 120.
Tore: 1:0 Giese (9.), 1:1 Daoud (23.), 2:1 Kuklinski (30.), 2:2 Laubinger (37.), 3:2 Kuklinski (45.), 3:3 Laubinger (58.), 4:3/5:3 Kuklinski (77./90.+2).

Gettorfer SC – Rendsburger TSV 4:1 (1:1)
Die Gäste waren nach ihrem ganz schwachen Auftritt unter der Woche im Nachholspiel beim Eckernförder SV (0:4) auf Wiedergutmachung aus und konnten die Partie zunächst offen gestalten. Die ersten Chancen gehörten dennoch den Gastgebern. Lars Empen zielte aus 20 Metern knapp vorbei (4.). Niklas Wolf setzte sich kurze Zeit später gegen drei Rendsburger durch, scheiterte aber an RTSV-Torwart Sören Wiechert. Auf der Gegenseite nutzte Robin Grell einen Patzer von Erik Empen, der am Ball vorbei schlug, zur Gästeführung (16.). Die Freude darüber währte allerdings nur neun Minuten, dann verwandelte Yannick Wolf einen Strafstoß, nach Foul gegen Torben Dahsel, sicher zum Ausgleich. Die zweite Hälfte wurde mit einer Gelb-Roten Karte nach wiederholtem Foul gegen RTSV-Kapitän Vitalijs Stols (56.) an der Außenlinie eingeleitet. In Überzahl wurde der Druck der Gastgeber immer größer. Kevin Link setzte sich gegen fünf Rendsburger durch, schoss daraufhin Wiechert aber genau in die Arme (60.). Danach hatte er mehr Erfolg, als er für den Doppelpack von Torben Dahsel (62., 72.) jeweils die Vorarbeit leistete. Damit war die Partie entschieden. Auch wenn die Rendsburger deutlich präsenter auftraten als am Mittwoch in Eckernförde, blieben sie vor dem gegnerischen Tor erneut harmlos. Lediglich Farid Razaqyar mit einem Distanzschuss (77.) und Sven Dollnik mit einem Freistoß (82.) sorgten für ein wenig Torgefahr (77.). Auf der Gegenseite verfehlte Boy Bröckler das 4:1 nur um wenige Zentimeter. So blieb der krönende Abschluss Thies Waschewski vorbehalten, der mit einem Schlenzer in den oberen Winkel für den krönenden Abschluss sorgte (88.). „Die Schiedsrichterin hat das Spiel entschieden“, ärgerte sich RTSV-Coach Dennis Usadel. „Der Elfmeter gegen uns und die Gelb-Rote Karte waren klare Fehlentscheidungen. Von zehn Aktionen wurden neun gegen uns gepfiffen. Die Landesliga-Qualifikation wird so natürlich noch schwerer für uns.“

Rendsburger TSV: Wiechert – Fischoeder, Rantzsch, Dollnick, L. Celik – Witt, Stols, F. Celik (67. Hassan), Razaqyar, Schneider – Grell (73. Mohammed)

SR: Oberst (Schönberg) – Zuschauer: 140.

Tore: 0:1 Grell (16.), 1:1 Y. Wolf (25.), 2:1, 3:1 Dahsel (62., 72.), 4:1 Waschewski (88.).

Gelb-Rote Karte: Stols (52.; wiederholtes Foul; RTSV.

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